SPENDENBRIEF// Zivildienstleistende sind in der Schweizer Landwirtschaft unverzichtbar: Sie sichern wichtige Pflegearbeiten für die Biodiversität und schaffen wertvolle Begegnungsräume. Am 14. Juni entscheidet das Stimmvolk über eine Änderung des Zivildienstgesetz, durch welche dieser geschwächt werden soll. Ein Nein bewahrt das Engagement von Zivildienstleistenden für die Landwirtschaft, Natur und den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Weit über 50’000 Arbeitsstunden auf 830 Einsatzbetrieben haben Zivildienstleistende im Jahr 2025 für die Landwirtschaft im Berg- und Talgebiet geleistet. Sie sind damit längst kein seltenes Bild mehr auf Höfen und Alpwirtschaftsbetrieben in der Schweiz – und gefragt: Der Bedarf an Zivis in der Land- und Alpwirtschaft übersteigt die Nachfrage nach Einsatzplätzen bei weitem. Ob in der Landschaftspflege, der Alp- oder Waldpflege – die zusätzlichen helfenden Hände sind wertvoll.
Eine Befragung unter Einsatzbetrieben hat gezeigt, dass ohne Zivildienstleistende die «unproduktiven», nicht einkommensbildenden Pflegearbeiten reduziert oder gar weggelassen würden: Pflege von Flächen für mehr Biodiversität, Arbeiten an Hängen und auf steilen Flächen, Bekämpfung unerwünschter Pflanzen sowie Schutz und Pflege von Weiden und Naturschutzgebieten.
Einsätze von Zivildienstleistenden sind auch wertvolle Gelegenheiten für persönliche Begegnungen – davon profitieren alle Beteiligten. Einander zuhören, voneinander lernen und gemeinsam etwas schaffen verbindet Menschen und stärkt den Dialog.
Wenn wir im Gespräch bleiben, uns vernetzen und offen sind für uns fremde Lebenswelten, werden neue Perspektiven möglich. Auch in diesem Sinne engagieren wir uns für ein NEIN zur Änderung des Zivildienstgesetzes am 14. Juni.
Herzlichen Dank, dass Sie uns bei dieser Arbeit mit einer Spende unterstützen!

Kilian Baumann, Bio-Bauer, Nationalrat und
Präsident Kleinbauern-Vereinigung