Die Kleinbauern-Vereinigung lehnt den Abbau bei ökologischen und tier­wohl­bezogenen Leistungen klar ab

Die Kleinbauern-Vereinigung anerkennt das Ziel des Bundes­rates, die land­wirt­schaftlichen Vorgaben zu vereinfachen und den Handlungs­spielraum der Betriebe zu vergrössern. Dies darf aber nicht zu einem Abbau von ökologischen und tier­wohl­bezogenen Leistungen führen. Statt diese gezielt zu unterstützen, schickt der Bundesrat nun jedoch ein Abbau­paket bei Umwelt und Tier­wohl in die Vernehmlassung.

Landwirtschaftsfelder
Foto: Pascal Debrunner, Icon: Freepik

Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) führt aktuell eine Vernehmlassung zum landwirtschaftlichen Verordnungspaket 2026 durch. Die Kleinbauern-Vereinigung bringt sich mit einer Stellungnahme ein (siehe PDF).

 

Schweizer Qualitätsstrategie beibehalten

Die Kleinbauern-Vereinigung anerkennt das Ziel des Bundesrates, die landwirtschaftlichen Vorgaben zu vereinfachen und den Handlungsspielraum der Betriebe zu vergrössern. Dies darf aber nicht zu einem Abbau von ökologischen und tierwohlbezogenen Leistungen führen.

Die Landwirtschaft hat in den letzten Jahrzehnten bei der Nachhaltigkeit grosse Fortschritte gemacht. So konnten das Tierwohl kontinuierlich verbessert, der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln reduziert und die ökologischen Ausgleichsflächen ausgebaut werden. Diesen Weg gilt es weiterzugehen, um unsere natürlichen Ressourcen wie sauberes Wasser und fruchtbare Böden für die nachfolgenden Generationen zu erhalten. Diese Qualitätsstrategie hebt die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft von anderen Ländern ab und rechtfertigt die grosszügigen Bundesbeiträge für die Landwirtschaftsbetriebe sowie die vergleichs­weise hohen Preise für Schweizer Produkte. Die Kleinbauern-Vereinigung setzt sich dafür ein, dass die Qualität in der Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft hochgehalten wird.
 

Kein Abbau bei ökologischen und tier­wohl­bezogenen Leistungen

Statt die ökologische und tiergerechte Landwirtschaft gezielt zu unterstützen, schickt der Bundesrat nun jedoch ein Abbaupaket bei Umwelt und Tierwohl in die Vernehmlassung. Dabei wird ausser Acht gelassen, dass Umwelt- und Tierwohlstandards wichtige Wettbewerbsvorteile der Schweizer Landwirtschaft sind und damit Teil der Wertschöpfung. Dort abzubauen, ist zu kurzfristig gedacht. Werden diese Qualitätsstandards geschwächt, geht Vertrauen verloren und langfristig verlieren alle.

Systematische Umweltmonitorings zeigen, dass zentrale Umweltziele nicht erreicht werden – entsprechend braucht es keinen Abbau, sondern eine Stärkung von Umwelt- (und Tierwohl)standards. Boden und Wasser sind Gemeingüter, die im kollektiven Interesse zu schützen sind – auch wenn sie privat bewirtschaftet werden. Werden sie zu wenig geschützt, entstehen externe Kosten, die wiederum die Allgemeinheit zu tragen hat. Verbindliche Vorgaben, die für alle gelten, schaffen Transparenz, Vertrauen und Gerechtigkeit.

Die Kleinbauern-Vereinigung fordert eine Aufstockung der Mittel im Fonds de Roulement für Struktur­verbesserungen

Die Kleinbauern-Vereinigung begrüsst, dass die Problematik der fehlenden Liquidität im Fonds de Roulement für Strukturverbesserungen in der Landwirtschaft angegangen werden soll. Wir zweifeln allerdings stark daran, dass die im landwirtschaftlichen…

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Der Nationalrat unterstützt die Erhöhung der Altersgrenze für den Bezug der einmaligen Starthilfe

Zusammen mit Mitunterzeichnenden aus allen Fraktionen hat Kilian Baumann, Nationalrat und Präsident der Kleinbauern-Vereinigung, die Motion 25.3735 zur Anpassung der Starthilfe für Junglandwirtinnen und Junglandwirte an die aktuelle Altersstruktur eingereicht….