32’052 Menschen fordern: Bundesrat und Parlament müssen unser Wasser besser schützen

Vertreter:innen der Allianz «Sauberes Wasser – gesunde Schweiz» haben heute in Bern 32’052 Unterschriften für den Appell «gesundes-wasser.ch» eingereicht. Der Appell fordert Bundesrat und Parlament auf, den Schutz unserer Gewässer und des Trinkwassers nicht weiter zu schwächen – sondern endlich zu stärken. Dies ist ein deutliches Signal aus der Bevölkerung: Unser Trinkwasser muss trinkbar bleiben.

Übergabe Appell
Foto: Marc Bachmann

Auf dem Bundesplatz in Bern überreichte die breite zivilgesellschaftliche Allianz dem Bundesrat und dem Parlament heute symbolisch über 32’000 Unterschriften. Dies zeigt klar: Die ständigen Versuche, den Gewässerschutz auszuhöhlen, finden keinen Rückhalt in der Bevölkerung.

Aktuell stehen im Bundeshaus mehrere politische Vorstösse und Gesetzesanpassungen an, die das Vorsorgeprinzip infrage stellen und den Schutz des Trinkwassers schwächen würden – etwa Lockerungen beim Gewässerschutzgesetz, vereinfachte Zulassungen für Pestizide oder der Verzicht auf Grenzwerte für gefährliche Pestizide.

Belastete Gewässer: Messdaten zeigen wachsende Risiken

Sauberes Trinkwasser ist für die Schweiz selbstverständlich – doch diese Sicherheit ist zunehmend bedroht. Neue Monitoring-Daten von 2024 zeigen:

  • Pestizid-Rückstände überschreiten in zahlreichen Fliessgewässern erneut die ökologischen Richtwerte
  • PFAS-Chemikalien, die sich kaum abbauen und gesundheitsschädlich sein können, werden fast flächendeckend in den Schweizer Böden gemessen.
  • Mehr als 50 Prozent der Schweizer Bevölkerung beziehen ihr Trinkwasser aus Grundwasser – das vielerorts durch Pestizide, Nitrate oder PFAS belastet ist.

Ohne wirksame Massnahmen verschlechtert sich die Wasserqualität schleichend, denn viele dieser Stoffe bauen sich nur langsam ab und reichern sich in der Natur und unseren Körpern an. Wir müssen jetzt handeln, damit auch künftige Generationen unbedenklich Wasser aus dem Hahn trinken können.

Breite Unterstützung aus Gesellschaft, Medizin und Fachkreisen

Der Appell wird von 19 Organisationen aus den Bereichen Umwelt, Gesundheit, Konsumentenschutz und Landwirtschaft getragen und von Fachpersonen aus Wissenschaft und Medizin unterstützt.

Die Herausforderungen bleiben enorm: Trotz beschlossener Pestizid-Reduktion ist die Umsetzung lückenhaft, und politische Vorstösse drohen den Schutz weiter zu schwächen. Jüngstes Beispiel dafür ist die von Ständerat Jakob Stark eingereichte Motion 26.3253: Sie würde die natürliche Selbstreinigung unserer Gewässer sowie die Erneuerung des Grundwassers massiv beeinträchtigen – mit spürbaren Folgen auch für die Trinkwasserqualität.

Die Allianz wird sich weiterhin geschlossen dafür einsetzen, dass unser Wasser sauber bleibt – denn:
Wasser ist das, was wir jeden Tag trinken. Unsere Gesundheit hängt direkt davon ab.

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