2026 ist Internationales Jahr der Weiden und Hirten

Die UNO hat 2026 zum Internationalen Jahr der Weiden und Hirten erkoren. Hirtinnen und Hirten züchten Nutztiere, tragen zur Ernährungssicherheit bei und bewahren ein vielfältiges kulturelles Erbe sowie lokales Wissen. Lernen Sie am 24. Mai 2026 einen kleinen vielseitigen Bergbauernhof im Emmental kennen, der sich den aktuellen Herausforderungen der Weidewirtschaft stellt.

Schaf und Hirtenschutzhund
Bild: Biohof Kleinegg

Warum sind Weiden und Hirten wichtig?

Für eine nachhaltige, wirtschaftliche und widerstandsfähige Weidewirtschaft braucht es neben gesunden Weideflächen und standortangepassten Tieren auch gute Arbeitsbedingungen für Hirten und Tierhaltende sowie eine faire und entwickelte Wertschöpfungsketten. Dieses internationale Jahr der Weiden und Hirten soll die Öffentlichkeit und die Politik für die Weidewirtschaft sensibilisieren. Mit dem Erhalt der Weiden werden vielfältige Lebensräume erhalten und eine einzigartige Biodiversität beherbergt. Hirten nehmen eine entscheidende Rolle für die regionale wirtschaftliche Entwicklung und die Versorgungssicherheit ein.

Veranstaltung des Kleinbauern-Höfenetzwerks im Emmental

Auch in der Schweiz sind Weiden ein zentraler Bestandteil der Landschaft und unserer kulturellen Identität. Im Rahmen der «Tage der offenen Weiden» von ProSpecieRara und ihren Partnerorganisationen laden wir Sie am Sonntag, 24. Mai 2026 ein, den Bergbauernhof Kleinegg im Emmental kennenzulernen. Der Hof hält unter anderem Schafe und ist Mitglied unseres Kleinbauern-Höfenetzwerks. Diskutieren Sie mit uns über die Landschaftspflege und die Bewirtschaftung weniger produktiver Flächen, über Vor- und Nachteile von Schafen gegenüber anderen Nutztieren und über die wirtschaftlichen Perspektiven der Schafzucht in den Bergen.

Biohof Kleinegg mit ProSpecieRara Schafen

Der Biohof Kleinegg ist ein Bergbauernhof im Emmental mit insgesamt 17 Hektar Wiesen, Weiden und Wald. Die landwirtschaftliche Nutzung des Grünlandes geschieht vorwiegend durch die Beweidung mit Schafen. Es werden unter anderem Spiegelschafe als einheimische, standortangepasste ProSpecieRara-Rasse gehalten und gezüchtet. Einwachsende Flächen werden gezielt mit Skudden beweidet. Die Schafe werden auch für Beweidungsprojekte auf betriebsfremden Flächen eingesetzt. Für den Schutz der Schafe werden Herdenschutzhunde eingesetzt. Zum Betrieb gehören über 150 Hochstamm-Obstbäume, unzählige einheimische Bäume, Ökowiesen und Hecken. Fast die Hälfte der landwirtschaftlichen Nutzfläche sind Biodiversitätsförderflächen – die Flächen werden natürlich landwirtschaftlich genutzt, aber sind ökologisch sehr wertvoll.

Jahresversammlung 2026: Perspektiven für Höfe schaffen

Mit über 110 Teilnehmenden war die Jahresversammlung der Kleinbauern-Vereinigung am 25. April erneut gut besucht und zeigte eindrücklich die lebendige und vielfältige Mitglieder-Basis. Gemäss dem Prinzip, jedes Jahr in einer…

Erhaltung von Kulturpflanzen und Tierrassen

Seit über 40 Jahren setzt sich die Stiftung ProSpecieRara mit unzähligen Projekten und einem grossen Freiwilligennetzwerk für die Erhaltung der Diversität von Kulturpflanzen und Tierrassen ein. Ein Gespräch mit drei…

Martina Räber und Thomas Urech vom Gmüeser

Aus der Praxis eines kleinräumigen Gemüsebetriebs

Beim Gmüeser in Hallwil (AG) sorgen eine grosse Auswahl an verschiedenen Gemüsesorten, unterschiedliche Vermarktungsstrategien und der Fokus auf Dialog mit den Kundinnen und Kunden nicht nur für nachhaltige Vielfalt und…