Mit über 110 Teilnehmenden war die Jahresversammlung der Kleinbauern-Vereinigung am 25. April erneut gut besucht und zeigte eindrücklich die lebendige und vielfältige Mitglieder-Basis. Gemäss dem Prinzip, jedes Jahr in einer anderen Schweizer Region präsent zu sein, waren wir diesmal im Zürcher Unterland zu Gast – auf dem 200-jährigen Hof zur Au von Familie Hirt. Nebst einem Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr stand die Wahl zweier neuer Vorstandsmitglieder und der Ausblick auf kommende politische Herausforderungen und die AP 2030+ im Zentrum.

Mit über 110 Teilnehmenden war die Veranstaltung erneut sehr gut besucht und zeigte eindrücklich die lebendige und vielfältige Mitglieder-Basis der Kleinbauern-Vereinigung. Präsident Kilian Baumann eröffnete den statutarischen Teil mit einem Rückblick auf das Vereinsjahr. Die Geschäftsstelle, seit Januar wieder als Co-Leitung von Carole Gauch und Patricia Mariani geführt, trieb verschiedene Projekte voran und setzte politische Schwerpunkte.
Rückblick und neue Vorstandsmitglieder

So beteiligte sich die Kleinbauern-Vereinigung an elf Vernehmlassungen und reichte drei parlamentarische Vorstösse zum Thema Generationenwechsel in der Landwirtschaft ein. Besonders erfreulich entwickelte sich auch die Anlaufstelle für ausserfamiliäre Hofübergabe, die mit 30 erfolgreichen Vermittlungen einen Höchstwert erreichte. Zudem verwies Kilian Baumann auf die Projekte Prix Climat sowie Betriebscoaching von Agroecology works!, an denen die Kleinbauern-Vereinigung mitwirkte.

Nach der Genehmigung von Jahresrechnung und Bilanz informierte Vorstandsmitglied Karin Mengelt über Veränderungen im Vorstand: Jasmine Lernpeiss wurde nach 13 Jahren Engagement herzlich verabschiedet. Neu in den Vorstand gewählt wurden André Bélard, Winzer aus Rivaz (VD), und Coralie Wenger, Bäuerin aus Basadingen (TG). Auch eine punktuelle Statutenüberarbeitung fand die Zustimmung der Versammlung.
Ausblick und politische Herausforderungen mit der AP 2030+
Im Ausblick standen die kommenden politischen Herausforderungen im Zentrum: In der Agrarpolitik 2030 sieht der Bundesrat Verschlechterungen für kleine Betriebe vor – dagegen will sich die Kleinbauern-Vereinigung entschieden zur Wehr setzen. Auch die Projektarbeit wird weiterentwickelt, etwa mit neuen Webinar-Angeboten und Informationsmaterial zur ausserfamiliären Hofübergabe sowie Austauschformaten im Höfenetzwerk.
Im Anschluss an den offiziellen Teil stellte Familie Hirt ihren Betrieb vor und bewirtete die Gäste mit einem Mittagessen vom Hof – darunter Geflügel-Burger aus eigener Produktion. Bei der anschliessenden Hofführung erhielten die Teilnehmenden Einblick in die vielfältigen Betriebszweige des Biobetriebs: Agroforst-Ackerbau, Kürbisse, Beeren sowie Tafel- und Hochstammobst und die Haltung von Zweinutzungshühnern. Der Hof zur Au, der dieses Jahr sein 200-jähriges Bestehen feiert und auch Teil des Kleinbauern-Höfenetzwerks ist, verbindet Tradition mit Innovationsgeist – und steht damit exemplarisch für die Werte, welche auch die Kleinbauern-Vereinigung als Verein vertritt.
















