Zivildienst retten: Die Landwirtschaft braucht Zivildienstleistende

LESERBRIEF//Die Zahl der Zulassungen zum Zivildienst soll um 40 Prozent gesenkt werden. Unser Vorstandsmitglied und Landwirt Donat Capaul warnt, dass dies die Pflege von Biodiversitätsflächen und Weiden erschweren könnte. Er unterstützt das Referendum gegen die Änderung.

Die Zahl der Zulassungen zum Zivildienst soll um 40 Prozent gesenkt werden – und das bereits ab 2026. Vielen ist nicht bewusst, dass von dieser Änderung neben dem Sozial- und Gesundheitswesen auch die Landwirtschaft betroffen ist.

Auf meinem Betrieb im Berner Jura setzte ich – wie viele andere Schweizer Bauernbetriebe auch – Zivildienstleistende ein. Sie unterstützen mich bei der Offenhaltung von Weiden, der Pflege von Biodiversitätsförderflächen oder bei der Bekämpfung von Problempflanzen.

Zivildienstleistende entlasten unsere Bauernbetriebe spürbar – mitunter auf der Alp. Würden ab 2026 weniger zugelassen, könnten diese Aufgaben nicht mehr oder nur noch teilweise erbracht werden. Wir riskieren damit einen weiteren Verlust der Biodiversität und die Verbuschung unserer Weiden.

Als Landwirt und Vorstandsmitglied der Kleinbauern-Vereinigung unterstütze ich das Referendum gegen diese Gesetzesänderung – weil die Arbeit von Zivildienstleistenden für die Gesellschaft und die Natur von enormem Wert ist.

  • Leserbrief unseres Vorstandsmitglieds Donat Capaul, erschienen in verschiedenen Schweizer Zeitungen

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