Stellungnahme zur Revision der Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung (Asiatische Hornisse)

Die Kleinbauern-Vereinigung anerkennt, dass die Asiatische Hornisse die heimische Biodiversität bedroht. Den Einsatz von Bioziden im Wald lehnen wir jedoch entschieden ab, da dieser viel Schaden und kaum Nutzen bringt.

Bundeshaus
Foto: Degleex Ganzorig, Icon: Freepik

Mit der Motion Hegglin 23.3998 hat das eidgenössische Parlament den Bundesrat beauftragt, wirksame Bekämpfungsmethoden für invasive Organismen – namentlich der Kirschessigfliege und der Asiatischen Hornisse – zu ermöglichen. Für die Bekämpfung der Kirschessigfliege wurde die «Verordnung über koordinierte Massnahmen zur Bekämpfung von Schadorganismen der Kulturpflanzen» geschaffen und als Teil des landwirtschaftlichen Verordnungspaketes in die Vernehmlassung gegeben. Für die Bekämpfung der Asiatischen Hornisse soll nun mit einer Änderung der Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung – Anhang Biozidprodukte der Einsatz von Bioziden im Wald erlaubt werden.

Die Kleinbauern-Vereinigung anerkennt, dass die Asiatische Hornisse die heimische Biodiversität bedroht. Den Einsatz von Bioziden im Wald lehnen wir jedoch entschieden ab, da dieser viel Schaden und kaum Nutzen bringt. Stattdessen soll auf die weitaus wirksamere Methode der mechanischen Nestzerstörung unter Einsatz technischer Hilfsmittel gesetzt werden. Für eine effiziente Bekämpfung der Asiatischen Hornisse und anderer invasiver gebietsfremder Organismen erachten wir zudem eine Koordination auf nationaler Ebene – ebenso wie diese bei der Kirschessigfliege vorgesehen ist – als unabdingbar.

Lesen Sie unsere ausführliche Stellungnahme.

News zum Thema

Agrarpolitik 2030+: Der Bundesrat verkennt die echten Herausforderungen

Anstatt sich den echten Herausforderungen der Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft zu stellen, verliert sich der Bundesrat mit der Agrarpolitik 2030+ in Nebenschauplätzen und liefert Lösungen für Probleme, die keine sind….

Die Kleinbauern-Vereinigung lehnt die vorliegende Agrarpolitik 2030+ ab

Anstatt sich den echten Heraus­forderungen der Schweizer Land- und Ernährungs­wirtschaft zu stellen, verliert sich der Bundesrat mit der Agrar­politik 2030+ in Neben­schau­plätzen und liefert Lösungen für Probleme, die keine sind….

Neuseeland: Mehr als Schafe und Naturidylle

Keine Agrarsubventionen, eine stark exportorientierte Landwirtschaft und das Image eines «clean and green»-Paradieses: Neuseeland unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von der Schweiz. Dieser Weg bringt Chancen, stellt das Land aber…