Die Kleinbauern-Vereinigung unterstützt das Referendum gegen die Änderung des Zivil­dienst­gesetzes

Das Parlament hat entschieden: Der Zugang zum Zivildienst soll ab 2026 erschwert werden. Das Ziel ist es, die Zahl der Zulassungen zum Zivildienst um 40 Prozent zu senken. Damit entfällt auch ein grosser Teil der Leistungen für die Gesellschaft und die Natur, die bis anhin durch Zivildienstleistende erbracht wurden. Betroffen sind das Sozial- und Gesundheitswesen, der Umwelt- und Naturschutz sowie die Landwirtschaft. Alles Bereiche, die ohnehin unter Personalmangel leiden und auf Zivildienstleistende angewiesen sind.


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Foto: Fabian Betto, Icon: Freepik

6’799 Zivildienstleistende wurden 2024 zugelassen.1 Wenn es nach dem Bundesrat und einer Mehrheit im Parlament geht, sollen ab 2026 nur noch 4’000 Zivildienstleistende pro Jahr zugelassen werden. Das entspricht einer Reduktion von rund 40 Prozent. In der Konsequenz wird auch die Anzahl der jährlich geleisteten Diensttage substanziell sinken. Damit entfallen Leistungen, die für die Gesellschaft und die Natur von enormem Wert sind.

Die Landwirtschaft profitiert vom Zivildienst

996 Zivildienstleistende wurden 2024 in der Landwirtschaft eingesetzt, sie haben Total 51’119 Diensttage geleistet. Davon haben 877 Bauernbetriebe profitiert.1 37 Prozent der Einsatzbetriebe sind Alpbetriebe im Sömmerungsgebiet, 39 Prozent befinden sich in den Bergzonen 1 bis 4 und 22 Prozent in der Tal- und Hügel­zone. Die Einsatzbetriebe setzen Zivildienstleistende dort ein, wo ihnen selbst Ressourcen fehlen – zum Beispiel bei der Pflege von Weiden, Biodiversitätsförderflächen und Naturschutzflächen oder bei der Bekämpfung von Problempflanzen. Damit erbringen Zivildienstleistende einen wichtigen Beitrag zur Offen­haltung und für den Erhalt der Biodiversität. Sie entlasten die Bauernbetriebe dadurch spürbar.2

«Zivildienstleistende kommen da zum Einsatz, wo die Ressourcen für die Erfüllung wichtiger Aufgaben für die Gesellschaft und die Natur fehlen. Ohne Zivildienstleistende können diese Aufgaben nicht mehr oder nur noch teilweise erbracht werden.»

Kilian Baumann, Nationalrat und Präsident der Kleinbauern-Vereinigung

Der Bedarf nach Zivildienstleistenden in der Landwirtschaft ist gross und wird mit dem Klimawandel und der damit einhergehenden Zunahme von Problempflanzen und der zunehmenden Verbuschung weiter steigen.2 Eine Schwächung des Zivildienstes wäre entsprechend mit negativen Auswirkungen für die Land­wirtschaft verbunden. Deshalb unterstützt die Kleinbauern-Vereinigung das Referendum zur Änderung des Zivildienstgesetzes.

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