Die Instrumente, die uns für unsere politische Arbeit zur Verfügung stehen, sind vielfältig: Wir nehmen an Vernehmlassungen teil, führen Gespräche mit Behörden, Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern und initiieren und begleiten parlamentarische Vorstösse und Volksbegehren.

In der Politik werden die Weichen für die Weiterentwicklung der Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft gestellt. Als Kleinbauern- Vereinigung engagieren wir uns dafür, dass diese vielfältig, ökologisch und sozial ausgestaltet wird. Dafür bringen wir uns in allen Phasen des politischen Prozesses ein und nutzen die zur Verfügung stehenden Instrumente.
Wir bringen unsere Position ein
Zu unterschiedlichen Zeitpunkten im politischen Prozess können mehr oder weniger formelle Gespräche stattfinden. Mal handelt es sich um einen bilateralen persönlichen Austausch – beispielsweise mit einem Mitglied aus dem National- oder Ständerat – mal um einen Austausch im Rahmen einer vom Bund initiierten Begleitgruppe. Als Kleinbauern-Vereinigung waren wir beispielsweise Teil der Begleitgruppe zur Revision des «Bundesgesetzes über das bäuerliche Bodenrecht» (BGBB), das demnächst im Parlament beraten wird. Unsere Position bringen wir auch schriftlich ein, insbesondere im Zuge von Vernehmlassungen. So haben wir uns zuletzt beispielsweise zu den Bilateralen III oder zum «Gesetzesentwurf zur Regelung neuer gentechnischer Verfahren» geäussert.
Wir initiieren politische Prozesse
Aktuell engagieren wir uns im Rahmen des Referendums gegen die Änderung des Zivildienstgesetzes, da sich die vorgesehene Reduktion der Zivildienstzulassungen um 40 % negativ auf die Landwirtschaft auswirken würde. Auch unterstützen wir die Lebensmittelschutz- Initiative mit dem Ziel, die Schweiz vor den Risiken der Gentechnik zu schützen.
2025 haben wir zudem zwei parlamentarische Vorstösse initiiert, die unser Präsident Kilian Baumann zusammen mit Mitunterzeichnenden aus allen Fraktionen im Nationalrat eingereicht hat. Ein dritter soll im Frühjahr folgen. Damit fordern wir:
- die Erarbeitung einer Strategie für den Generationenwechsel in der Landwirtschaft,
- die Anhebung der Altersgrenze für den Bezug der Starthilfe von 35 auf 40 Jahre und
- eine degressive Ausgestaltung der Direktzahlungen für die Landwirtschaft und die Einführung eines Sockelbeitrags, um eine Umverteilung von der Grösse zur Vielfalt zu erreichen.
Ziel ist es, dem Hofsterben entgegenzuwirken und den Generationenwechsel in der Landwirtschaft zu fördern. Da in den nächsten fünf Jahren über ein Viertel der Betriebsleitenden in der Schweiz das Pensionsalter erreicht, ist dies wichtiger denn je. Diese Tatsache wird von der Politik jedoch gänzlich ausgeblendet.
Politische Realität
Der grosse Wurf ist in der Schweizer Agrarpolitik aktuell nicht möglich, weshalb wir auf gezielte punktuelle Massnahmen setzen, die in Richtung einer vielfältigen, ökologischen und sozialen Landwirtschaft zielen. Wir sind überzeugt, dass wir auch als kleine Organisation in einem von grossen Akteuren dominierten politischen Umfeld etwas erreichen können, denn Vielfalt braucht es nicht nur auf dem Feld und auf dem Teller, sondern auch im politischen Diskurs.
Danke, dass Sie unser politisches Engagement mittragen – bei Volksabstimmungen, bei der Sammlung von Unterschriften oder mit Ihrer Spende. Mit dem Magazin, unserer Website, dem Newsletter und via unsere Social-Media-Kanäle halten wir Sie über unsere politischen Aktivitäten auf dem Laufenden.
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Dieser Artikel wurde in unserem Magazin Agricultura publiziert. Das Magazin erscheint 4x jährlich und informiert über eine bäuerliche Landwirtschaft und einen bewussten Konsum. Bleiben Sie auf dem laufenden und abonnieren Sie die Agricultura zur Probe!
Unser politisches Engagement
Mit unserer Arbeit engagieren wir uns auch auf politischem Weg für eine zukunftsfähige und qualitätsvolle Landwirtschaft.