NEIN
zur Änderung des Zivildienstgesetzes

NEIN zur Änderung des Zivil­dienst­gesetzes am 14. Juni

Die Zahl der Zulassungen zum Zivil­­dienst soll um 40 Prozent gesenkt werden. Damit entfallen Leistungen, die für die Gesellschaft und die Natur von enormem Wert sind. Betroffen sind das Sozial- und Gesundheits­­wesen, der Umwelt- und Natur­­schutz sowie die Land­­wirtschaft. Die Kleinbauern-Vereinigung setzt sich als Teil einer breiten Allianz für ein Nein zur Änderung des Zivil­dienst­gesetzes ein. Gemeinsam mit uns engagieren sich eine Vielzahl von Bäuerinnen und Bauern sowie Zivis, die ihren Dienst in der Landwirtschaft geleistet haben.

 

1. Zivil­­dienst­­leistende entlasten Bauern­­betriebe spür­bar

Einsatz­­betriebe setzen Zivil­­dienst­­leistende dort ein, wo ihnen selbst Ressourcen fehlen – bei der Pflege von Weiden, Bio­diversitäts­­förder­­flächen und Natur­­schutz­­flächen oder bei der Bekämpfung von Problem­­pflanzen. Ohne Zivil­­dienst­­leistende können diese Aufgaben nicht mehr oder nur noch teil­­weise erbracht werden.

 

2. Zivil­­dienst­­leistende helfen bei der Offen­­haltung unserer Alp­weiden

Rund ein Achtel der Schweizer Landes­­fläche besteht aus Alp­­weiden. Zivil­­dienst­­leistende erbringen einen wichtigen Beitrag zur Pflege dieser Weiden, so dass sie nicht verwalden. Denn ohne Pflege gehen sowohl wert­volle Weide­­flächen als auch eine grosse Arten­­vielfalt verloren.

 

3. Zivil­­dienst­­leistende tragen mass­­geblich zum Erhalt der Bio­diversität bei

Zivil­­dienst­­leistende helfen mit, invasive Pflanzen fach­­gerecht zu entfernen und einheimische Arten zu erhalten. Mit dem Klima­­wandel nimmt die Ausbreitung von Problem­­pflanzen weiter zu, womit auch der Bedarf nach Zivil­­dienst­­leistenden in der Land­wirtschaft steigt.

 

4. Zivil­­dienst­­leistende werden für die Arbeit in der Land­wirtschaft sensibilisiert

Dank dem Zivil­­dienst kommen Personen mit der Land­­wirtschaft in Berührung, die dies andern­falls nicht würden. Dies trägt mass­­geblich zum gegen­­seitigen Verständnis für die jeweiligen Lebens­­welten und Ansichten bei.

Stimmen für ein Nein zur Änderung des Zivil­dienst­gesetzes

 

 

«Auf meinem Betrieb im Berner Jura unter­stützen mich Zivil­­dienst­­leistende bei der Offen­­haltung von Weiden, der Pflege von Bio­diversitäts­­förder­­­flächen oder bei der Bekämp­fung von Problem­­pflanzen.»

Donat Capaul, Bio­landwirt in Perrefitte (BE) & Vorstands­­mit­glied der Kleinbauern-Vereinigung

Donat Capaul

Giorgio Hösli

 

 

«Um der Verbuschung auf der Alp einiger­massen entgegen­wirken zu können, ist uns der Zivi eine wahrlich grosse Hilfe. Wir möchten nicht darauf verzichten.»

Giorgio Hösli, Hirt in Mollis (GL)

 

 

«Zivil­dienst­leistende kommen da zum Einsatz, wo die Ressourcen für die Erfüllung wichtiger Aufgaben für die Gesellschaft und die Natur fehlen. Ohne Zivil­dienst­leistende können diese Aufgaben nicht mehr erbracht werden.»

Kilian Baumann, Nationalrat, Bio­landwirt in Suberg (BE) & Präsident der Kleinbauern-Vereinigung

Kilian Baumann

Guillaume Savoy

 

 

«Zivil­dienst­leistende unterstützen uns bei der Pflege unserer Biodiversitäts­förder­flächen und bei der Landschafts­pflege. Dies fördert die notwendigen Interaktionen zwischen der Gesellschaft und der Landwirtschaft.»

Guillaume Savoy, Biolandwirt in Attalens (FR)

 

 

«Die Artenvielfalt und ein ausgeglichenes Ökosystem liegen uns am Herzen. Deshalb pflegen wir auf unserem Biohof in Lenzburg eine Vielzahl an ökologischen Strukturen. Zivildienstleistende unter­stützen uns dabei massgeblich.»

Marion Sonderegger & Lukas Häusler, Mooshof Lenzburg (AG)

Marion Sonderegger & Lukas Häusler

Simon Diener

 

 

«Als ehemaliger Sanitätsoffizier wechselte ich nach einem schlecht koordinierten Militäreinsatz in den Zivildienst. In der Landwirtschaft erlebte ich, welche essentiellen Aufgaben Zivis für unsere Gesellschaft übernehmen.»

Simon Diener, Zivildienstleistender (BE)

 

 

«Die Pflege der ökologischen Ausgleichs­flächen lässt sich nur von Hand machen. Wir Bäuerinnen und Bauern leisten dies mit minimaler staatlicher Unterstützung. Hier leisten Zivis wertvolle Unterstützung.»

Marc Schlotterbeck, Biolandwirt in Homberg (BE)

Marc Schlotterbeck

«Zivildienstleistende sind für unseren Betrieb sehr wichtig. Mit ihnen können wir während den arbeitsintensiven Zeiten Spitzen brechen und Projekte umsetzen, die im Alltag sonst nicht umgesetzt werden könnten.» Rebecca Clopath, Biohof Taratsch (GR)

 

 

«Zivildienstleistende sind für unseren Betrieb sehr wichtig. Mit ihnen können wir während den arbeitsintensiven Zeiten Spitzen brechen und Projekte umsetzen, die im Alltag sonst nicht umgesetzt werden könnten.»

Rebecca Clopath, Biohof Taratsch (GR)

 

 

«Produktion und Biodiversität sind vereinbar, dank Mosaiklandwirtschaft mit Getreide, Viehzucht, Agroforst und Gemüsebau. Die Unterstützung durch Zivildienstleistende ist eine direkte und konkrete Hilfe bei unserer täglichen Arbeit.»

Anne & Jean-Noé Morier-Genoud, Ferme de Trois-Rods (NE)

Anne & Jean-Noé Morier-Genoud

Beat Riedweg

 

 

«Als ehemaliger Zivildienstleistender weiss ich, wie wichtig der Dienst ist. Heute arbeite ich auf meinem Hof selbst mit Zivis zusammen. Sie helfen mir besonders bei der Pflege von Biodiversitätsflächen.»

Beat Riedweg, Biolandwirt in Schongau (LU) & ehemaliger Zivildienstleistender

 

 

«Im Sommer empfange ich Zivil­dienst­leistende bei mir. Sie helfen mir, die sehr steilen Hänge zu heuen. Nach der harten Arbeit im Team führen wir spannende Gespräche über die Arbeit auf dem Bauernhof.»

Martine Gerber, Biolandwirtin in Bex (VD)

Martine Gerber

Andreas Hunkeler

 

 

«Der Zivildienst gab mir die Chance, Sinnvolles für die Gesellschaft zu tun. Die drei Einsätze in der Berglandwirtschaft waren anstrengend, aber lehrreich. Bis heute fühle ich mich der Landwirtschaft verbunden und verstehe besser, woher unsere Lebensmittel kommen.»

Andreas Hunkeler, ehemaliger Zivildienstleistender

 

 

«Zivildienstleistende sind uns bei der Pflege von Biodiversitätsflächen eine grosse Hilfe. Sie bekämpfen unerwünschte Pflanzen wie Disteln, Blacken und invasive Neophyten. Viele von ihnen empfinden diese Arbeit als erfüllend und absolvieren oft mehrere Einsätze bei uns.»

Beat Garo, Biolandwirt in Tschugg (BE)

Beat Garo

«Ich absolvierte einen Zivildiensteinsatz auf dem Bergbauernhof Munt la Reita und entdeckte in der Landwirtschaft eine neue Leidenschaft. Neben dem stärker werdenden Gewissenskonflikt veranlasste mich die fehlende Sinnhaftigkeit zum Wechsel.» Theo Zwahlen, Zivildienstleistender

 

 

«Ich absolvierte einen Zivildiensteinsatz auf dem Bergbauernhof Munt la Reita und entdeckte in der Landwirtschaft eine neue Leidenschaft. Neben dem stärker werdenden Gewissenskonflikt veranlasste mich die fehlende Sinnhaftigkeit zum Wechsel.»

Theo Zwahlen, Zivildienstleistender

 

 

«Auf unserer Alp Kirel helfen Zivil­dienst­leistende unter anderem mit, die Weiden vor Verwaldung zu schützen. Ohne ihre Hilfe würden wir wertvolles Grasland für die Kühe verlieren.»

Heinz Klossner, Landwirt in Oey (BE)

Heinz Klossner

Beat Reichenbach

 

 

«Mit Zivis machen wir gute Erfahrungen. Sie sind für uns unverzichtbar. Bereits heute finden wir kaum noch Zivil­dienst­leistende. Weniger Zivis werden die Lage noch schlimmer machen.»

Beat Reichenbach, Landwirt in Lauenen b. Gstaad (BE)

 

 

«Seit über 15 Jahren unterstützen mich Zivildienstleistende auf meinem Biohof mit Hochlandrindern und Lamas. Sie leisten wichtige Handarbeit – ohne sie könnten zentrale Aufgaben nicht mehr erfüllt werden. Darum stimme ich Nein.»

Elmar Ritz, Biolandwirt in Bitsch (VS)

«Seit über 15 Jahren unterstützen mich Zivildienstleistende auf meinem Biohof mit Hochlandrindern und Lamas. Sie leisten wichtige Handarbeit – ohne sie könnten zentrale Aufgaben nicht mehr erfüllt werden. Darum stimme ich Nein.» Elmar Ritz, Biolandwirt in Bitsch (VS)

Werden Sie Teil unserer Kampagne

Für unsere Kampagne sind wir einer­seits auf der Suche nach Bauern­betrieben, die Zivil­dienst­leistende einsetzen und anderer­seits nach Zivil­dienst­leistenden, die einen Einsatz in der Land­wirtschaft absolviert haben. Falls das auf Sie zutrifft und Sie sich vorstellen können, sich gemeinsam mit uns für den Zivil­dienst zu engagieren, melden Sie sich bitte bei uns.

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Häufig gestellte Fragen

Die Einsätze im Tätigkeitsbereich Landwirtschaft sollen insbesondere einen Beitrag zum Schutz und Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen sowie zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung leisten.

Konkret werden Zivildienstleistende eingesetzt ...

  • zur Anlage und Pflege von Biodiversitäts­förder­flächen,
  • zur Bewirtschaftung von Flächen in Hang- und Steillagen,
  • für Arbeiten zum Schutz und zur Pflege von Weiden und Natur­schutz­flächen,
  • zur Bekämpfung von Problem­pflanzen und
  • für Projekt­arbeiten zur Erhaltung, Förderung und Weiter­entwicklung viel­fältiger Kultur­landschaften.

Bundes­gesetz über den zivilen Ersatz­dienst (Zivil­dienst­gesetz, ZDG – SR 824.0) Artikel 3a Absatz 1 Buch­stabe c
Verordnung über den zivilen Ersatz­dienst (Zivil­dienst­verordnung, ZDV – SR 824.01) Artikel 6 Absatz 1 Buch­stabe a

Die Wirkung für die Gesellschaft bzw. der Beitrag zum Schutz und Erhalt der natürlichen Lebens­grund­lagen sowie zur Förderung der nach­haltigen Entwicklung wird als hoch eingeschätzt. Zivildienstleistende leisten einen wichtigen Beitrag zur handarbeitsintensiven Offen­haltung und zur Bekämpfung der Verwaldung sowie zur Bekämpfung von Problem­pflanzen.

Ecoplan & Agrofutura (2025): Evaluation Tätigkeits­bereich Land­wirtschaft.

Zivil­dienst­leistende ermöglichen Arbeiten, für die den Betrieben häufig die Ressourcen fehlen und die – da nicht unmittelbar gewinn­bringend – von den Betrieben nicht priorisiert werden (bspw. die Bekämpfung von Problem­pflanzen und Pflege der Weg­ränder).

Die Einsatz­betriebe sehen den grössten Nutzen ...

  • beim Brechen von Arbeits­spitzen,
  • bei der Übernahme von Aufgaben, für die Ressourcen fehlen und
  • bei der Entlastung von Mitarbeitenden.

Ecoplan & Agrofutura (2025): Evaluation Tätigkeits­bereich Land­wirtschaft.

Der Bedarf nach Zivil­dienst­leistenden in der Land­wirtschaft ist gross und wird weiter steigen. Dies vor allem wegen der erwarteten Zunahme von Problem­pflanzen und Unkraut sowie weiteren Heraus­forderungen aufgrund des Klima­wandels.

Ecoplan & Agrofutura (2025): Evaluation Tätigkeits­bereich Land­wirtschaft.

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