Weniger Bauernhöfe, aber Rückgang verlangsamt

In der Schweiz gab es 2017 51’620 Landwirtschaftsbetriebe, das sind 643 Betriebe weniger als 2016. Im Vergleich mit den Vorjahren ist der Rückgang damit etwas verlangsamt. Die Kleinbauern-Vereinigung bedauert diesen weiteren Rückgang sehr. Die Statistik bestätigt aber auch, dass das Interesse an der Landwirtschaft da ist und viele junge Landwirtinnen und Landwirte motiviert sind, selber einzusteigen.

Das Bundesamtes für Statistik zählte letztes Jahr 51’620 Landwirtschaftsbetriebe in der Schweiz, 643 Betriebe (-1%) weniger als 2016. Der Strukturwandel hin zu weniger, dafür grösseren Betrieben findet weiter statt. Aber im Vergleich mit den Vorjahren (Abnahme durchschnittlich 980 Betriebe bzw. 1.8 % pro Jahr zwischen 2014-2017) ist der Rückgang etwas verlangsamt.

Betriebe im Wandel

Die bestehenden Betriebe verändern sich und stellen ihre Produktion um. Erfreulich ist dabei die Zunahme an Bio-Betrieben (+5%) und bemerkenswert das Wachstum der Gemüsefläche (24% zwischen 2014-2017). Das legt die Vermutung nahe, dass immer mehr Betriebe konsumentennah auf Direktvermarktung setzen.

Lokal, konsumentennah und ökologisch als Zukunftsmodell

Mit der zunehmenden Nachhaltigkeit und der tendenziell diversifizierteren und somit auch konsumentennahen Produktion entspricht diese Entwicklung dem Zukunftsbild der Landwirtschaft, das die Kleinbauern-Vereinigung seit längerem fordert. Erfreulich zudem, dass die Anzahl an Beschäftigten in der Landwirtschaft gleich hoch geblieben ist. Die gleichzeitige Zunahme an Mastpoulets und Legehennen, die zum Grossteil auf einer Fütterung mit Importfutter basiert, zeigt aber leider auch eine Gegenentwicklung zu einer industrielleren, bodenunabhängigen Tierhaltung. Diese wird massgeblich durch die immer höhere Nachfrage der Konsumentinnen und Konsumenten gefördert. Das zeigt, dass trotz des grossen Interesses an der Landwirtschaft seitens der Bevölkerung mehr Information für einen bewussteren Konsum dringend notwendig ist.

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