Ja zum Stromgesetz

Die Kleinbauern-Vereinigung hat die Ja-Parole zum Stromgesetz gefasst und der Vorstand hat diese Position an seiner gestrigen Sitzung nochmals bekräftigt. Denn das neue Gesetz bringt den Landwirtschaftsbetrieben zusätzliche Wertschöpfung und ermöglicht ihnen, eine nachhaltige Energiezukunft der Schweiz aktiv und positiv mitzugestalten.

(c) Martin Derungs via AdobeStock

Am 9. Juni stimmt die Schweiz über das Stromgesetz ab. Dieses zielt darauf ab, die Versorgungssicherheit durch den Ausbau einheimischer erneuerbarer Energien zu stärken. Das ist im Sinne der Schweizer Landwirtschaft. Für die von Bundesrat, National- und Ständerat breit abgestützte Vorlage spricht aus Sicht der Landwirtschaft vor allem das grosse Potential der erneuerbaren Energien. Unzählige Schweizer Bäuerinnen und Bauern speisen bereits heute den eigenen Energiebedarf sowie das umliegende Netz mit sauberem Strom aus Photovoltaik- oder Biogasanlagen. Diese zusätzliche Wertschöpfung auf dem Betrieb ist für die Landwirt:innen ein interessantes Standbein und für die Schweizer Energiezukunft ein wichtiger Pfeiler. Das Potential ist zudem noch lange nicht ausgeschöpft: Viele Projekte sind geplant und können dank dem Stromgesetz mit verbesserten Rahmenbedingungen endlich realisiert werden.

Klimaschutz: Die Landwirtschaft ist Teil der Lösung

Als Mitverursacherin, aber v.a. auch als in besonderem Masse Direktbetroffene des Klimawandels ist die Landwirtschaft auf eine griffige und kohärente Klimapolitik angewiesen. Dazu gehört eine sichere Stromversorgung durch den Ausbau von erneuerbarer Energie. Der Vorstand der Kleinbauern-Vereinigung hat darum an seiner gestrigen Sitzung die Ja-Parole zum neuen Stromgesetz bekräftigt. Schon vor einem Jahr hat die Kleinbauern-Vereinigung unter dem Slogan «Bäuerinnen und Bauern fürs Klima» für ein «Ja» zum Klimaschutzgesetz geworben und mit verschiedenen Best-Practice-Beispielen aufgezeigt, dass die Landwirtschaft Teil der Lösung für eine klimafreundliche Zukunft ist.

News zum Thema

Solidarische Landwirtschaft fürs Klima

SOMMERSERIE // Solidarische Landwirtschaft im Bereich der Nutztierhaltung: Mit dem Projekt Herbstzeitlose von Marlen und Stephan Koch-Mathis werden Konsumentinnen und Konsumenten zu Bauern. Die Basis bilden fünf alte Mutterkühe, deren…

Agroforst und Mehrnutzenhecke fürs Klima

SOMMERSERIE // Kulturlandschaft mit Mehrnutzenhecken und Baumreihen: Seit 2022 setzt Pirmin Adler auf seinem Biohof in Oberrüti (AG) auf einen Agroforst mit Sträucher, Wildobst- und Laub- und Nadelbäume, die gleich…

Standortangepasste Tierhaltung fürs Klima

SOMMERSERIE // Standortangepasste Rassen, pfluglose Bodenbearbeitung und ein kleiner Maschinenpark: Séverine Curiger und Michael Dick bewirtschaften den Hof Gravas im Kanton Graubünden möglichst klimafreundlich. In den letzten Jahren haben sie…