Kleinbauern-Vereinigung lehnt Revision des Gentechnikgesetzes und der Koexistenzverordnung ab

Der Schweizer Landwirtschaft bringt ein Verzicht auf gentechnisch veränderten Organismen (GVO) heute einen klar grösseren Nutzen als eine Koexistenz-Regelung. Und auch eine Bevölkerungsmehrheit will keine gentechnisch veränderten Lebensmittel.

Die vorgeschlagene Revision des Gentechnikgesetzes (GTG) und der Koexistenzverordnung machen aus Sicht der Kleinbauern-Vereinigung zum aktuellen Zeitpunkt keinen Sinn. Erst vor kurzem hat das Parlament im Rahmen der Agrarpolitik 2014-17 die Verlängerung des Gentech-Moratoriums beschlossen. Zudem verlangt das Parlament bis Mitte 2016 einen Bericht, welcher ermöglichen soll, die Kosten und Nutzen einer Koexistenz-Regelung abzuwägen. Obwohl der Bericht erst Mitte 2016 vorliegt wird nun der Vollzug von gentechnisch veränderten Produkten vorbereitet.

Eine grosse Bevölkerungsmehrheit lehnt GVO heute ab und auch die Schweizer Landwirtschaft erwartet keinen ökonomischen Mehrwert durch den Anbau von GVO. Die kleinstrukturierte Schweizer Landwirtschaft muss mit einer Einführung von GVO vielmehr mit hohen Kosten bei der Umsetzung einer Koexistenz-Regelung, Risiken der Verunreinigung von GVO-freien Produkten und Nachteilen am Markt rechnen.

Verbot von GVO Und Qualitätsstrategie weiterverfolgen

In der Schweiz wurde der Verzicht auf GVO von der Landwirtschaft sowie zahlreichen Exponenten in der Verarbeitung und dem Handel durch die Qualitätsstrategie der Land- und Ernährungswirtschaft bekräftigt. Ein GVO-Verbot bei Lebensmitteln ist deshalb eine sinnvolle Lösung für die Schweiz.  Schweizer Landwirtschaftsprodukte sollen sich auch in Zukunft durch ihre hohe Qualität und die GVO-freie Produktion auszeichnen.

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