Übergabe der Petition «Für eine vielfältige Schweizer Landwirtschaft»: 16‘105 Unterschriften für kleine und mittlere Bauernbetriebe

Innerhalb von knapp vier Monaten haben 16‘105 Bürgerinnen und Bürger die Petition für eine vielfältige Schweizer Landwirtschaft unterschrieben. Kleine und mittlere Bauernbetriebe sollen nicht einzig aufgrund ihrer Grösse keine oder weniger staatliche Unterstützung erhalten. Das positive Echo auf die Petition zeigt: Die Bevölkerung möchte keinen staatlich geförderten Strukturwandel sondern eine vielfältige Landwirtschaft in der Schweiz.

Schweizer Bauernbetriebe können im internationalen Vergleich nicht mit ihrer Grösse punkten. Was diese Betriebe auszeichnet, sind hochwertige, schonend produzierte und vielfältige Produkte. Bundesrat und Behörden verfolgen mit ihrem Vorschlag genau eine gegenteilige Strategie: Die kleinen und mittleren Bauernbetriebe sollen in Zukunft weniger unterstützt und damit der Strukturwandel weiter angekurbelt werden. Diese Strategie ist nicht nur einseitig auf die Grösse fokussiert, sie stösst auch in der Bevölkerung auf wenig Verständnis, wie die Petition «Für eine vielfältige Schweizer Landwirtschaft» aufzeigt.

Die Betriebsgrösse ist nur ein Kriterium von vielen

Neben der Grösse gibt es zahlreiche weitere Faktoren, welche den Erfolg eines Bauernbetriebs ausmachen. Kleine und mittlere Betriebe tragen entscheidend zu einem vielfältigen und lokalen Produkteangebot bei. Mit Ideenreichtum und besonders tierfreundlichen und ökologischen Produkten werden sie den Bedürfnissen der Konsumentinnen und Konsumenten besser gerecht und bringen der Bevölkerung die Landwirtschaft näher. Eine grössere Anzahl Betriebe sorgt zudem für eine vielfältige Kulturlandschaft und eine stärkere regionale Wertschöpfung.

Zweckmässigkeit HEUTIGER Grössenberechnung der Betriebe überprüfen

Vor einigen Wochen hat der Bundesrat die geplante Anpassung im Rahmen der Agrarpolitik 2014-2017 nun doch vertagt. Kleine und mittlere Bauernbetriebe sollen vorerst rechnerisch nicht kleiner gemacht werden und weniger oder keine staatliche Unterstützung erhalten. Zuerst soll die Zweckmässigkeit der heutigen Grössenberechnung anhand der Standardarbeitskraft SAK überprüft werden. Nach Ansicht der Kleinbauern-Vereinigung sowie der sechs Organisationen, welche die Petition unterstützen, ist das der richtige Schritt.

Eine vielfältige Schweizer Landwirtschaft als echte Stärke

Kleinere Betriebe dürfen in Zukunft nicht benachteiligt werden. Denn die Vielfalt an Betrieben und lokalen Produkten ist die Stärke der Schweizer Landwirtschaft. Das müssen nun endlich auch der Bundesrat und die Behörden anerkennen.

Unterstützt wird die Petition von Bio Suisse, dem Schweizer Tierschutz STS, der Schweizer Bergheimat, KAGfreiland, Swissaid und Uniterre.

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