Ja zu einer fortschrittlichen Schweiz ohne Pestizide

Anfang Juli tagt die Kommission des Ständerats (WAK-S) zu den beiden Pestizidinitiativen und der eigenen parlamentarischen Initiative zur Reduktion des Pestizideinsatzes. Der Vorstand der Kleinbauern-Vereinigung hat entschieden, die Initiative für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide zu unterstützen. Gleichzeitig fordert die Kleinbauern-Vereinigung die WAK-S auf, griffige Massnahmen mit einem wirksamem Absenkpfad von Pestiziden zu verfolgen. Die Schweizer Landwirtschaft kann auf Pestizide verzichten. Dabei müssen auch Forschung und KonsumentInnen in die Pflicht genommen werden.

 

Die Kleinbauern-Vereinigung ist überzeugt, dass die Landwirtschaft in der Schweiz und weltweit jetzt einen konsequent nachhaltigen Weg einschlagen muss. Nur so kann unsere Ernährung auch für die Zukunft gesichert werden. Die Initiative für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide zeigt dabei einen Weg auf, wie dieses Ziel erreicht werden kann. Zentral dabei: Alle werden in die Pflicht genommen, Landwirtinnen ebenso wie private Gartenbesitzer und die öffentliche Hand sowie ausländische ProduzentInnen und Produzenten von Importgütern.

Ambitionierte Zielvorgabe setzen
Die Kleinbauern-Vereinigung fordert die Kommission des Ständerats auf, einen ambitionierten Weg mit konsequentem Absenkpfad einzuschlagen. Nur so kann das Risiko des Pestizideinsatzes schrittweise gesenkt werden. Es braucht jetzt ein Umdenken in der Landwirtschaft und der gesamten Bevölkerung, hin zu einer vielfältigen, ökologischen Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Fläche sowie Gärten und Grünflächen. Die Schäden, welche durch die Pestizid-Anwendung im Bereich der Umwelt und Biodiversität angerichtet werden, gefährden die Resilienz der Schweizer Landwirtschaft und unsere natürlichen Ressourcen, insbesondere das Trinkwasser. Mit dem fortschreitenden Klimawandel wird deren Widerstandskraft jedoch immer wichtiger und ist entscheidend für unsere Zukunft.

Für eine erfolgreiche Umsetzung der pestizidfreien Bewirtschaftung ist vor allem die Förderung einer angepasster Agrarforschung und der ökologischen Pflanzenzucht entscheidend.

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