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Sensibilisierungskampagne für ausserfamiliäre Hofübergaben

Bauernhöfe weitergeben! Unter diesem Motto wirbt die Kleinbauern-Vereinigung seit neustem für ihre vor rund zwei Jahren gegründete «Anlaufstelle für ausserfamiliäre Hofübergabe». Damit will die Bauern- und Konsumentenorganisation aufzeigen, dass viele junge, erfahrene Fachkräfte da wären, um Betriebe von pensionierten Bäuerinnen und Bauern ohne Hofnachfolge zu übernehmen. Auch namhafte Politiker aller Couleur unterstützen die Kampagne mit ihrer Solidaritätsbotschaft.

Jedes Mal, wenn ein Bauernhof schliesst – in der Schweiz sind es noch immer zwei bis drei täglich! – geht eine Existenzgrundlage für eine Familie verloren. Doch eine innovative Landwirtschaft braucht möglichst viele Hände und Köpfe, deshalb hat die Kleinbauern-Vereinigung im April 2014 eine «Anlaufstelle für ausserfamiliäre Hofübergabe» ins Leben gerufen. Diese vermittelt ausgebildete Landwirtinnen und Landwirte, die oft jahrelang nach einem Betrieb suchen, an Bauern ohne Hofnachfolge.

Dass eine ausserfamiliäre Hofübergabe noch immer die Ausnahme ist, ist auf diverse finanzielle, gesetzliche und soziale Hürden zurückzuführen. Zudem fehlt bei älteren Betriebsleitern oftmals das Wissen, dass zahlreiche Jungbäuerinnen und Jungbauern bereit wären, ihr Lebenswerk weiterzuführen. Mit ihrer neusten Sensibilisierungskampagne will die Kleinbauern-Vereinigung diesen engagierten Hofsuchenden ein Gesicht geben und mehr Solidarität in der Gesellschaft schaffen. Die Kampagne richtet sich sowohl an die Landwirtschaftsbranche als auch an die breite Bevölkerung.

Neben hofsuchenden Bäuerinnen und Bauern mit selbstgeschriebenen Fotobotschaften unterstützen auch zahlreiche hofbesitzende Landwirte, Verarbeiter, namhafte Politiker sowie Konsumentinnen und Konsumenten die Kampagne mit ihrer Solidaritätsbotschaft. Unter den politischen Unterstützern finden sich Nationalratsmitglieder von der Grünen Partei und SP bis zur FDP und SVP. «Es freut uns, dass die ausserfamiliäre Hofübergabe breite Unterstützung geniesst und sich Politikerinnen und Politiker aller Couleur mit einer vielfältigen, innovativen Landwirtschaft mit möglichst vielen Händen und Köpfen solidarisieren», sagt Regina Fuhrer, Präsidentin der Kleinbauern-Vereinigung.

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