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Gekauft für den Müll

In der Schweiz gehen jährlich 2,6 Millionen Tonnen Lebensmittel verloren. Alle Akteure von Produktion, über Verarbeitung und Zwischenhandel bis zum Konsumenten tragen ihren Teil dazu bei. Allein in den Haushalten wird rund 1 Million Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Diese Verschwendung muss gestoppt werden.  

Lebensmittel, die im Müll statt im Teller landen, belasten die Umwelt und das Klima. Das Bundesamt für Umwelt BAFU analysierte in mehreren Studien die Lebensmittelverluste in Verarbeitungsindustrie, Gastronomie und Detailhandel. Jetzt wurden auch erschreckende Zahlen zum Food Waste in der Landwirtschaft und den Haushalten veröffentlicht. In der Landwirtschaft gehen jährlich rund 225’000 Tonnen Lebensmittel verloren. Die strikten Vorgaben der Industrie, nur perfekt geformten Rüebli und makellosen Äpfel werden verkauft, und unzweckmässige Lagerung sind die Hauptgründe für diese Verluste. Laut Studie wäre es möglich, rund 90 % dieser Abfälle, also rund 200’000 Tonnen, zu vermeiden.

In den Haushalten fallen jährlich rund 1 Million Tonnen Lebensmittelabfälle an, rund die Hälfte davon wird im Kehricht verbrannt. Der Rest endet als Biogas oder Kompost. Für die hohe Menge an Food Waste aus Haushalten verantwortlich ist laut BAFU die geringe Wertschätzung von Lebensmitteln. Ausserdem fehle es an Wissen über die Haltbarkeit und Lagerung von Lebensmitteln sowie Ideen zur Resteverwertung.

Die Schweiz hat sich verpflichtet bis 2030 die Lebensmittelabfälle pro Kopf auf Einzelhandels- und Verbraucherebene zu halbieren. Deshalb erarbeitet der Bundesrat nun einen Aktionsplan gegen die Lebensmittelverschwendung.

Im eigenen Haushalt kann sofort gehandelt werden. Denn Lebensmittel sind wertvoll und gehören nicht in den Müll. Weitere Informationen und konkrete Tipps zu Einkauf, Lagerung und Rezepte finden Sie hier:

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