Anlaufstelle ab sofort auch in der Romandie und im Tessin

Die Anlaufstelle für ausserfamiliäre Hofübergabe der Kleinbauern-Vereinigung vermittelt seit fast vier Jahren Hofsuchende an Bauernfamilien ohne innerfamiliäre Nachfolge. Bisher lag der Fokus der Anlaufstelle in der Deutschschweiz. Ab sofort können sich auch Interessierte aus der französischen und italienischen Schweiz in ihrer Muttersprache an die Anlaufstelle wenden. Zusätzlich wurde mit www.hofübergabe.ch eine nationale, dreisprachige Website lancier

Dass ein Hof innerhalb der Familie weitergeführt wird, ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Gemäss Agroscope ist bei einem Drittel der Betriebsleiter über 50 die Hofnachfolge ungeklärt. Gleichzeitig gibt es viele engagierte Jungbauern, die oft jahrelang erfolglos einen Betrieb suchen. Für Betriebsleiter, die ihren Hof trotz fehlender innerfamiliärer Nachfolge in junge Hände übergeben möchten, lancierte die Kleinbauern-Vereinigung 2014 die Anlaufstelle für ausserfamiliäre Hofübergabe. Die Anlaufstelle vermittelt Hofsuchende an Betriebsleiter ohne Nachfolge und informiert beide Seiten über die nötigen Voraussetzungen und unterstützt bei den weiteren Schritten. Bisher war das Angebot nur in der deutschsprachigen Schweiz verfügbar. Nun dehnt die Kleinbauern-Vereinigung die Anlaufstelle in die Romandie und das Tessin aus. Auf einer neuen, dreisprachigen Website können sich ab sofort Hofabgebende und Hofsuchende aus der ganzen Schweiz umfassend und in ihrer Muttersprache informieren und die Anlaufstelle kontaktieren. Diese Erweiterung der Anlaufstelle wurde finanziell unterstützt durch das Bundesamt für Landwirtschaft, die Fondation Sur-la-Croix sowie die Spenderinnen und Spender der Kleinbauern-Vereinigung.

Röstigraben überwinden
«Eine Hofübergabe ist ein einschneidender Prozess. Es ist darum wichtig, dass sich sowohl Hofabgebende als auch Hofsuchende in ihrer Muttersprache informieren können», erklärt Séverine Curiger, Projektleiterin und Ansprechperson für die Deutschschweiz. Aus diesem Grund ergänzen neu eine französisch- und eine italienischsprachige Mitarbeiterin das Team der Anlaufstelle. In der Vergangenheit hatte die Anlaufstelle immer wieder Anfragen von Deutschschweizern, die vor längerer Zeit in der Romandie und im Tessin Höfe übernommen hatten und nun selber Nachfolger suchen. Die Erfahrung zeigte, dass sich deutschsprachige Hofsuchende nur selten vorstellen können, einen Betrieb in der Romandie oder im Kanton Tessin zu bewirtschaften. Mit der Erweiterung der Anlaufstelle in die italienische und französische Schweiz sollen nun auch Suchende aus der Romandie und dem Tessin vermittelt werden können.

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