NANOTECHNIK
Mittwoch, 8. Juni 2011 - 11:50 Uhr
Nanotechnologie: Wie umgehen mit der neuen Technologie?

Die Nanotechnologie wird immer präsenter. Das ist nicht erstaunlich, handelt es sich doch um eine Querschnittstechnologie. Das heisst, die Technologie kommt in den verschiedensten Bereichen zum Einsatz, vom Streusalz über die Lebensmittelverpackung bis zu Bestandteilen von Computern.
Die SAG (Schweizerische Arbeitsgemeinschaft Gentechnologie), hat sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und eine Situationsanalyse sowie ein Positionspapier erarbeitet. Als Trägerorganisation der SAG unterstützt die Kleinbauern-Vereinigung das Positionspapier.
Erfahren Sie mehr über die Nanotechnologie und die Position der Kleinbauern-Vereinigung via nachfolgende Links.
Mittwoch, 8. Juni 2011 - 11:46 Uhr
Link zum Positionspapier Nanotechnologie
Mittwoch, 8. Juni 2011 - 11:46 Uhr
Link zur Kurzfassung der Situationsanalyse
Mittwoch, 8. Juni 2011 - 11:44 Uhr
Link zur Situationsanalyse (in voller Länge)
Donnerstag, 4. September 2008 - 16:07 Uhr
Nanotechnologie: Grosses Potenzial – grosse Risiken

Nanotechnologie ist die Weiterentwicklung der Mikrotechnik. Immer kleiner, heisst die Devise in der Entwicklung und Herstellung von Prozessoren, Computerchips usw. Doch die Nanotechnologie greift über auf Medizin, Oberflächenbehandlung, Textilien und Lebensmittel. Die Wirtschaft hat das Potenzial der Nanotechnologie bereits im Visier. Wenn die Utopien Wirklichkeit werden, bahnt sich eine neue industrielle Revolution an.
Das weckt automatisch die Überlegung, wo die Risiken der neuen Technologie liegen? Vor allem der Einsatz von künstlichen Nanopartikeln (z.B. so genannte Nanoröhrchen in der Grösse von 1 Millionstel Millimeter) könnte die Umwelt und die Gesundheit belasten. Feinstaub und Asbestfasern sind bereits bekannte negative Nebenwirkungen der industriellen Produktion. Erste Wissenschafter haben mit der Risikoforschung begonnen (z.B. an der Eidgenössichen Materialprüfungsanstalt EMPA, St. Gallen).
Die Schweizer Umwelt- und Gesundheitsbehörden haben der Nanotechnik ihre Aufmerksamkeit zugewandt. Analog zur EU erarbeiten sie bis 2009 einen Aktionsplan Nanotechnologie, der aufzeigen soll, wie Chancen und Risiken abzuwägen sind und wo Forschungsdefizite im Interesse der Öffentlichkeit liegen.
Die Grüne Fraktion im Nationalrat hat als erste Partei die politische Dimension der Nanotechnologie erkannt und eine Motion eingereicht. Das Ziel der Motion ist es, die gesetzliche Regulierung der Nanotechnologie vorzubereiten, vor allem in sensiblen Bereichen für Konsumentinnen und Konsumenten. Dazu gehört der Bereich Lebensmittel. Hier verlangen die Grünen die besondere Aufmerksamkeit der Behörden. Wenn fragwürdige Anwendungen zur Diskussion stehen, sollte man sogar an ein Teilmoratorium denken.
Die Kleinbauern-Vereinigung unterstützt die Haltung der Grünen Partei. Wir stehen erst am Anfang der nanotechnologischen Entwicklung. Gerade deshalb ist es notwendig vom Prinzip der Vorsorge auszugehen, um die Risiken so gering wie möglich zu halten.
