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Solidarische Landwirtschaft

Die solidarische Landwirtschaft, auch Vertragslandwirtschaft genannt, ist die engste Form der Zusammenarbeit zwischen Bäuerinnen, Bauern und ihren Konsumenten. Die Lebensmittel gelangen direkt vom Anbau zum Endverbraucher und machen keinen Umweg über den Zwischenhandel. Die Konsumentinnen und Konsumenten profitieren von regionalen und saisonalen Produkten und erhalten Einblicke in die Produktion.

Anbau und Konsum: nahe beieinander

Solidarische Landwirtschaftsprojekte werden in der Regel durch einen Verein oder eine Genossenschaft organisiert. Die Konsumenten verpflichten sich zu einer längerfristigen Abnahme der Produkte und erhalten meist wöchentlich ihre frischen Produkte. Den Anbaubetrieben erleichtert der garantierte Absatz die Planung. Zudem werden Überschüsse sowie Ernteausfälle solidarisch unter den Teilnehmern aufgeteilt. Die Konsumentinnen und Konsumenten erhalten einen direkten Einblick in die Lebensmittelproduktion sowie Mitsprache und arbeiten je nach Projekt auf den Betrieben mit. Das stärkt das Bewusstsein für ökologische und soziale Anbausysteme.

Projekte in der Schweiz

In der Westschweiz wurde die erste Vertragslandwirtschaftsgenossenschaft bereits vor über 30 Jahren gegründet, heute haben sich mehr als dreissig etabliert. In der Deutschschweiz sind in den letzten zehn Jahren diverse Projekte entstanden und laufend werden neue gestartet.

Weiter Informationen:

Kooperationsstelle für solidarische Landwirtschaft

Verband regionale Vertragslandwirtschaft (unter «Initiativen» sind einige Projekte aufgeführt, die Auflistung ist jedoch nicht vollständig)

Ökologo-Serie: vom Feld auf  den Teller

FOOD-KOOPERATIVEN UND CROWD-ORDERING

Unter einer Foodcoop (Lebensmitteleinkaufsgemeinschaft) versteht man den Zusammenschluss von Personen und Haushalten zum gemeinsamen Einkauf von Lebensmitteln. Die Idee dahinter ist, dass man gemeinsam grössere Mengen Lebensmittel direkt von den Produzenten bezieht. Dadurch lohnt sich der Lieferweg in die Stadt. Die Foodcoops funktionieren in der Regel mittels verteilter Arbeit und kollektiver Verwaltung. Je nach Projekt besteht die Zusammenarbeit lediglich aus dem gemeinsamen Bestellen oder aber es werden auch Warenlager unterhalten.

Ein internationales Foodcoop-Projekt, das es seit 2017 auch in der Schweiz gibt, ist Marktschwärmer. Auf der Online-Plattform können sich Produzenten oder Konsumenten einer bestehenden Gemeinschaft anschliessen oder relativ einfach eine neue gründen.

Crowd-Ordering, also die Sammelbestellung, funktioniert vom Prinzip her ähnlich. Konsumentinnen und Konsumenten schliessen sich zusammen, um eine bestimmte grössere Menge zu bestellen. Erst wenn diese erreicht wird, wird die Ware ausgeliefert. Das spart Ressourcen und minimiert Foodwaste. Crowd-Ordering bietet sich besonders zur Bestellung von Produkten von Kleinbauern aus fernen Ländern, z.B. Fairtrade-Produkten, an. Pioniere in diesem Bereich ist die «Plattform Marktzugang» der gebana AG sowie Crowd Container. Eine weitere Variante der Sammelbestellung ist «Crowd-Butchering». Dabei wird ein Tier erst geschlachtet, wenn es komplett verkauft ist.