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10. Juni 2014    , , , ,

Fair-Food Initiative

Die Fair-Food Initiative verlangt: Lebensmittel aus einer naturnahen, umwelt- und tierfreundlichen Landwirtschaft mit fairen Arbeitsbedingungen. Um dies sicherzustellen, braucht der globale Handel mit Nahrungsmitteln klare ökologische und soziale Leitplanken. Die Grüne Partei, die Kleinbauern-Vereinigung und weitere Trägerorganisationen reichten die Initiative am 26.11.2015 ein.

Heute wird in die Schweiz rund die Hälfte aller Lebensmittel importiert. Dadurch gelangen auch Produkte aus öden Monokulturen und Tierfabriken auf den Schweizer Markt, weil sie billiger sind. Industrielle Landwirtschaft ist für Umwelt und Tierwohl jedoch ein enormes Problem, auch die Arbeits- und Lebensbedingungen der Angestellten sind teilweise äusserst prekär. Weltweit nehmen die Fruchtbarkeit der Böden und die Biodiversität aufgrund der agroindustriellen Praktiken ab. Dies gefährdet langfristig die Ernährungssicherheit. Die Billigkonkurrenz der Agroindustrie setzt damit die gesamte Lebensmittelkette einem negativen Wettbewerb aus, der zu Öko-, Qualitäts- und Sozialdumping führt. Durch das geplante Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA wird sich diese Ausgangslage zusätzlich verschärfen.

Ziel: Fairer Handel, umweltfreundliches Essen

Die Initiative setzt auf die Veränderung des Marktes hin zu einem fairen Wettbewerb und einer gerechteren Globalisierung. In der Schweiz sollen grundsätzlich nur Lebensmittel verkauft werden, die mindestens unter den hier geltenden ökologischen und sozialen Standards hergestellt wurden. Also kein Chlor-Huhn aus Käfighaltung, kein Hormonfleisch, kein Gemüse von Betrieben, deren Angestellte ausgebeutet werden und sich bei der Arbeit mit Pestiziden vergiften. Produkte aus naturnaher, bäuerlicher Landwirtschaft, fairem Handel sowie aus regionaler und saisonaler Produktion und Verarbeitung sollen einen Marktvorteil erhalten. Die Auswirkungen von Transport und Lagerung auf die Umwelt wie auch die Verschwendung von Lebensmitteln sind zu reduzieren. Ebenso soll die Transparenz für die KonsumentInnen verbessert werden. Durch diese Massnahmen entsteht mit der Fair-Food-Initiative ein fairer Markt für nachhaltig hergestellte Lebensmittel. Daraus resultiert ein Plus für die ProduzentInnen, KonsumentInnen, Umwelt und Gesellschaft.

Die Fair-Food-Initiative bringt folgende Verbesserungen

1. Kein Importdumping durch Freihandel

2. Kein Fleisch aus Tierfabriken

3. Faire Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft

4. Mehr Klimaschutz und Artenvielfalt

5. Mehr saisonale Lebensmittel aus der Region

6. Nahrungsmittelverschwendung stoppen

Initiative eingereicht

Die Grüne Partei der Schweiz hat mit Hilfe der Trägerorganisationen Kleinbauern-Vereinigung, Schweizer Tierschutz, SWISSAID und KAGfreiland mehr als 120'000 Unterschriften gesammelt. Die Initiative wurde am 27.11.2015 bei der Bundeskanzlei eingereicht.

Lesen Sie hier das komplette Argumentarium zur Initiative.