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Ausserfamiliäre Hofübergabe als Chance

Noch immer schliessen in der Schweiz gemäss Bundesamt für Statistik (BfS) täglich zwei bis drei Bauernhöfe ihre Tore für immer. Dem «Hofsterben» steht paradoxerweise eine grosse Nachfrage nach landwirtschaftlichen Betrieben gegenüber. Die ausserfamiliäre Hofübergabe ist eine grosse Chance für die Landwirtschaft, hat aber noch mit einigen Hindernissen zu kämpfen.

Ausführliches Hintergrunddossier vom 19. Juli 2016

Seit 1980 hat sich die Anzahl der Bauernhöfe in der Schweiz halbiert. Eine innovative Landwirtschaft braucht möglichst viele Hände und Köpfe, deshalb hat die Kleinbauern-Vereinigung im April 2014 die Anlaufstelle für ausserfamiliäre Hofübergabe ins Leben gerufen. Viele ausgebildete Landwirtinnen und Landwirte, die keinen Hof von ihren Eltern übernehmen können, suchen oft sehr lange nach einem Betrieb. Dies zeigen auch zahlreiche Inserate von Hofsuchenden in den bäuerlichen Medien.

Ziel der Anlaufstelle ist es, Hofsuchende an bald pensionierte Bauern und Bäuerinnen zu vermitteln. Der Kleinbauern-Vereinigung ist es ein Anliegen, den Generationenwechsel auf den Höfen zu unterstützen, auch wenn keine Tochter oder kein Sohn den Betrieb weiterführen möchte.

Woran aber liegt es, dass – obschon für so viele Betriebsleiter die Nachfolge ungeklärt ist und viele ausgebildete Landwirte Höfe suchen – heute selten Höfe ausserfamiliär weitergegeben werden? Die heutigen Rahmenbedingungen sind für innerfamiliäre Hofübernahmen ausgelegt. Hindernisse für die Übergabe ausserhalb der Familie sind vor allem der Wachstumswunsch der umliegenden Betriebe und fehlende tragbare Finanzierungsmöglichkeiten für einen Hofkauf.

Der Generationenwechsel auf den Höfen wirft soziale, rechtliche und finanzielle Fragen auf, die bei jeder Hofübergabe individuell zu lösen sind. Der Wandel unserer Gesellschaft fordert von der Landwirtschaft, die Generationenfrage neu zu denken. Um eine bäuerliche, nachhaltige Lebensmittelproduktion, Pflege der Kulturlandschaft und dezentrale Besiedelung des Landes längerfristig zu ermöglichen, braucht es neue Ideen und die Tatkraft der jungen Generation und die Unterstützung der Konsumenten und Konsumentinnen genauso wie die der Branche.

Der Kleinbauern-Vereinigung ist es ein Anliegen, dass die ausserfamiliäre Hofübergabe von Beratenden, der Politik und landwirtschaftlichen Organisationen als Chance gesehen und den genannten Herausforderungen mit konstruktiven Lösungen begegnet wird.