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Pestizidfrei-Aktionswoche 20.-30. März

Mitmachen: Zusammen die Zukunft anbauen!

Pestizidfrei-Aktionswoche 20.-30. März

Zukunft sichern, pestizidfrei produzieren!

Pestizidfrei-Aktionswoche 20.-30. März

Zum Schutz der Lebensgrundlage von uns allen, zur Bewahrung der Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt heute und in Zukunft.

Pestizidfrei-Aktionswoche 2023

Die 18. Ausgabe der internationalen Pestizidfrei-Aktionswoche hat zum Ziel, die Bevölkerung über die Gefahren des heutigen Pestizideinsatzes zu sensibilisieren, nachhaltige Alternativen zum heutigen System aufzuzeigen und ein globales Netzwerk für eine pestizidfreie Welt aufzubauen. Die Kleinbauern-Vereinigung ist zum dritten Mal Teil der internationalen Aktionswoche und koordiniert verschiedene Aktionen in der Schweiz.

 

No More Silent Spring!
Die Pestizidfrei-Aktionswoche findet jedes Jahr vom 20. bis 30. März statt. Diese Daten sind symbolisch, da es sich um die ersten 10 Tage des Frühlings handelt, an denen die Vögel und das schöne Wetter zurückehren, aber vor allem auch die Spritzmittel auf den Feldern. Deshalb möchten wir diese Zeit nutzen, um aufzuzeigen, dass es möglich ist, ohne synthetische Pestizide auszukommen.

 


Was weisst du über Pestizide? Beantworte unser Quiz und erfahre mehr über das Thema. Wenn du deine Mail-Adresse einträgst, nimmst du automatisch an unserer Verlosung teil.

Mach mit und lass auch deine Freunde und Familie mitmachen!

Informiere dich: Hofbesichtigungen, Podiumsdiskussionen oder Filmabend – nimm an einer unserer Veranstaltungen teil oder schaue dir den Dokumentarfilm «Food for Change» gratis im Online-Streaming an (Link zur Verfügung ab dem 18. März). Sich zu informieren ist der erste Schritt, nimm darum eine:n Freund:in zur Veranstaltung mit oder leite den Streaming-Link an Bekannte und Familie weiter.

Selber Nützlinge fördern: Eine der wichtigsten Alternativen zu Pestiziden: vielfältige Lebensräume schaffen für Nützlinge! Egal ob du mehrere Hektaren Land oder nur eine Fensterbank zur Verfügung hast: Jede:r kann etwas für die Biodiversität tun.

#pestizidfreieinkaufen: Mach ein Foto eines Bio-(Hof-)Ladens, bei dem du am liebsten pestizidfreie Produkte einkaufst – sei es während der Pestizidfrei-Aktionswoche oder der restlichen Zeit im Jahr. Poste das Bild mit dem Hashtag #pestizidfreieinkaufen auf den sozialen Medien.


Verschiedene Veranstaltungen, Aktionen und Filme in der ganzen Schweiz informieren über die Chancen einer pestizidfreien Zukunft. Möchtest du auch eine Veranstaltung organisieren? Kontaktiere uns!

Veranstaltung im Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL im Frick (AG): Hands-on Führung am FiBL zur aktuellen Forschung und Umsetzung (Labors, Feld, Züchtung, Alternativen etc), Inputreferate und Paneldiskussion und Apero.

Details folgen.

Présentation du livre «Demain, une Europe agroécologique : se nourrir sans pesticides, faire revivre la biodiversité» par l’auteur principal Xavier Poux
Table ronde avec entre autres Caroline Jeanneret (Ferme biologique La Touvière) et Marie Brault (architecte DE ENSAL et agronome HEPIA HES est engagée pour la transformation des systèmes agricoles et alimentaires).
Ouverture de la discussion avec le public.

HEPIA, Rue de la Prairie 4 à Genève (entrée libre)

Le détails suivront.

Avec entre autres la présence de Philippe Baret de l’université UCLouvain (Belgique).

Les détails suivront.

Am Samstag 25. März 2023

Aktionstag: Kartoffel/Gemüse und Heckenpflege von 8.40 Uhr – 12.45 Uhr. Danach Mittagessen.
Am Nachmittag um 14.00 gibt’s eine Hofführung mit Anbaumethoden ca 1h.
Preis: 15.- (Für TeilnehmerInnen des Aktionstages und AbonentInnen
gratis.)
Wer will: 15.30 Uhr -17.15 Uhr  weiter pestizfrei gärtnern, aufräumen.
Bei Regenwetter am 25.3., Verschiebedatum 26.3.
Anmeldung per Mail an info@snack-de-heck.ch oder tel:0774242329 Anmeldeschluss 23.03.2023

Snack de Heck, Gerzmattstrasse 16, 4537 Wiedlisbach (BE):

Die Snack de Heck Permanent culture GmbH besteht aus einer Gruppe junger Menschen. Auf dem Gelände der Gerzmatt, wo Snack de Heck beheimatet ist, entsteht nachhaltige, selbsttragende, zukunftsfähige (Agri-)Kultur. Das Projekt bezieht sich sowohl auf die sozialen Beziehungen wie auf die Bewirtschaftung des Landes nach sozialen, ökologischen, permakulturellen, klimaneutralen, regenerativen und zukunftsweisenden Ansätzen. Wir verstehen den Hof als Ganzes, mit allen Tieren, Pflanzen, Menschen und deren Beziehungen untereinander und zur Umwelt. Auf dem Hof sollen Gemüse, Früchte, Nüsse, Beeren, Ackerfrüchte und weiteres produziert und direkt oder verarbeitet verkauft werden.

Zusammentreffen mit Nicole Robatel und Monika Wenger für Frauen

Die FachFrauen Umwelt ffu-pee und die Kleinbauern-Vereinigung VKMB organisieren für alle Geniesserinnen oder Neugierige eine gemütliche Diskussion und Weinprobe auf dem Weingut NiRo. (discussions en allemand)

Details folgen

Film-Streaming

Der Dokumentarfilm «Food for Change» (wird französisch und englisch verfügbar sein) zeigt in 55 Minuten auf, dass unser Teller die stärkste Waffe im Kampf gegen die globale Erwärmung und zum Schutz unseres Planeten darstellt. Er zeigt auch den dringenden Handlungsbedarf für eine lebendige Natur auf. «Wir sind die erste Generation, die versteht, und die letzte, welche noch handeln kann», erklärt Johann Rockström im Film.
Die Kleinbauern-Vereinigung stelllt den Film vom 18. März bis zum 2. April 2023 gratis zur Verfügung. Die Informationen zum Streaming des Dokumentarfilms werden hier ab dem 18. März zu finden sein: Dem gemeinschaftlichen Kino-Erlebnis unter Freunden, mit der Familie oder in der Nachbarschaft steht als nichts mehr im Wege!

Schweizer Dokumentarfilme online zur Verfügung

Une terre à nouveau fertile, Philippe Nicolet (DE / FR 9 min – 2020)

Vivantes, Julien Tinner (FR 33 min – 2019)

Biodynamie en 8 épisodes, Association romande de biodynamie (FR – 2021)

Via Plattform PlaySuisse anmelden und gratis anschauen :
More than Honey, Markus Imhof (DE 78 min. – 2010)

Gemüse im Blut, Marie-Emilie Catier (DE 26 min. – 2020)

Les abeilles sentinelles, Davide Conconi, Elia Regazzi (Untertitel/sous-titres DE/FR/IT 10 min – 2017)

Hintergrund

Die Pestizidfrei-Aktionswoche wurde im Jahr 2005 vom französischen Verein Générations Futures lanciert: www.semaine-sans-pesticides.fr.
Die Kleinbauern-Vereinigung setzt sich seit über 40 Jahren für eine vielfältige, ökologische und zukunftsfähige Landschaft ein und damit auch für eine pestizidfreie Landwirtschaft. 2021 warb die Kleinbauern-Vereinigung für ein Ja zur «Initiative für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide», über die das Schweizer Stimmvolk im Juni 2021 abstimmte und beteiligt sich seither jährlich an der internationalen Pestizidfrei-Aktionswoche in der Schweiz.

FRAGE 1 – Was sind synthetische Pestizide? Auch bekannt als „chemische Pestizide“ oder sogar „Chemikalien“, sie bestehen aus Substanzen, die durch chemische Prozesse hergestellt werden.

Pestizide sind landwirtschaftlich genutzte Substanzen, die gegen Schädlinge an Kulturpflanzen eingesetzt werden. Synthetische Pestizide wurden in chemischen Prozessen hergestellt und kommen in der Natur nicht vor. Sie stammen aus der Industrie oder dem Labor. Bekannte Beispiele für Pestizide sind Glyphosat und Neonikotinoide.
Natürliche oder biologische Pestizide werden ausgehend von natürlichen Substanzen hergestellt. Synthetische Pestizide sind meistens stärker in der Wirkung, haben aber oft unerwünschte Nebenwirkungen auf Mensch und Mitwelt. Ihre Abbaustoffe, Metaboliten genannt, verbleiben manchmal während Jahrzehnten in den Böden und Gewässern. Achtung! «Natürlich» bedeutet nicht automatisch «ungefährlich/gefahrlos». Kupfer zum Beispiel reichert sich mit der Zeit im Boden an. Das im biologischen Anbau erlaubte Mittel wird aber in deutlich geringeren Mengen angewendet als im konventionellen Anbau. Mehr als 90 % der in der Schweiz verwendeten Menge wird in konventionellen Kulturen ausgebracht.

In Regionen mit gemässigtem Klima, wie z.B. der Schweiz, sind die Erträge im Biolandbau im Durchschnitt 20 % niedriger als diejenigen in der konventionellen Landwirtschaft. Mehr Forschung zu ökologischer Landwirtschaft – etwas, was bisher in Programmen und finanzieller Unterstützung vernachlässigt wurde – könnte den Fortschritt in der ökologischen Landwirtschaft beschleunigen. Indem wir im Sinne der Natur handeln anstatt gegen sie und damit einen gesunden Boden und eine grosse Diversität von Lebensräumen,Arten, Kulturen, Betrieben und Menschen fördern, die in der Landwirtschaft tätig sind, schützen wir unsere natürlichen Ressourcen und garantieren die Versorgung heute und die Produktionsgrundlage für kommende Generationen.
Und vergessen wir nicht: Die Verantwortung, die Lebensmittelverschwendung zu verringern, liegt bei uns allen!

>> Können wir die Bevölkerung ohne synthetische Pestizide ernähren?

>> Kommt die Landwirtschaft ohne Pestizide aus?

 

FRAGE 2 – Wie oft wird ein Apfel aus konventioneller Landwirtschaft im Durchschnitt mit Pestiziden behandelt? 20-mal

Nur mit pestizidfreier Produktion lassen sich eine gesunde Flora und Fauna und die für die Landwirtschaft notwendige Biodiversität sowie ertragreiche Böden bewahren. Der weitere Gebrauch synthetischer Pestizide schädigt die Böden, Biodiversität und die Natur insgesamt und gefährdet damit langfristig die Produktion in der Schweiz. Eine Alternative zu den synthetischen Pestiziden bietet die agrarökologische Landwirtschaft. Die Landwirtschaft sieht sich mit grossen Herausforderungen konfrontiert. Die Klima- und Biodiversitätskrise verlangen nach neuen Ansätzen und Ideen. Denn für eine krisensichere sowie widerstandsfähige Lebensmittelversorgung ist die Schweiz auf eine vielfältige und innovative Landwirtschaft angewiesen.

>> Früchte und Gemüse – unsichtbarer Pestizid-Cocktail
>> Rückstände von verbotenen Pestiziden bei importierten Lebensmitteln (2020)

 

FRAGE 3 – Dürfen Hobbygärtner:innen in der Schweiz synthetische Pestizide anwenden? Ja

Schätzungsweise 85 bis 90 % der eingesetzten Menge an Pestiziden geht auf die Landwirtschaft zurück. Der Rest wird von Behörden, Profigärtnereien und privaten Gärten eingesetzt.

In meinem Garten kann ich zum Beispiel chemische Produkte verbannen, indem ich mit Kompost gärtnere, natürlichen Mulch herstelle, hacke und jäte, Nützlinge mit einigen Quadratmetern Blumenwiese mit einheimischen Arten fördere, ein «Insektenhotel» baue oder einen Ast- oder Steinhaufen anlege.

Aufgrund der Motion 20.4579 «Pflanzenschutzmittel, die für Menschen, Insekten oder Gewässerlebewesen toxisch sind. Keine Zulassung mehr für die nichtberufliche Anwendung» beauftragte der Nationalrat am 14. September 2022 den Bundesrat damit, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Pflanzenschutzmittel nicht mehr an nicht-professionelle Anwender ohne entsprechende Ausbildung verkauft werden dürfen.

In Nachbarsländern wie z.B. Frankreich ist der Verkauf von synthetischen Pestiziden an Laien schon heute verboten.

>> Interaktive Karte mit nützlichen Tipps zur Förderung der Artenvielfalt und gesunder Böden bei sich zu Hause

 

FRAGE 4 – Wie viele Tonnen Pestizid-Wirkstoffe werden in der Schweiz jährlich verkauft (Statistik 2021)? 2259 Tonnen

Im Jahr 2021 wurden 2259 Tonnen an synthetischen Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffen verkauft. In der Schweiz sind über 300 Pestizid-Wirkstoffe zum Verkauf zugelassen. Die Schweiz gehört damit zu den Ländern in Europa mit einem besonders hohen Pestizidverbrauch (https://fr.statista.com/infographie/15061/utilisation-pesticides-en-europe-par-pays/).

Pestizide schaden der Artenvielfalt, verschmutzen unser Wasser, unsere Böden und unsere Luft und haben Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit Aber nicht nur das: Pestizide sind auch schlecht für das Klima. «Die Herstellung eines Kilogramms Pestizidwirkstoff erfordert im Durchschnitt etwa zehnmal mehr Energie als die Herstellung eines Kilogramms Stickstoffdünger», heißt es im kürzlich veröffentlichten Bericht «Pesticides and climate change: the vicious cycle» von PAN North America (2023). Einige Studien haben die Treibhausgase von Pestiziden anhand der Emissionen aus der Produktion, dem Transport und der Ausbringung berechnet. So entstehen bei der Herstellung von Herbiziden durchschnittlich 18,22 bzw. 26,63 Kilogramm CO2 pro Kilogramm Produkt. Über andere Treibhausgasemissionen aufgrund von Wechselwirkungen der Pestizide mit der Umwelt nach dem Ausbringen ist noch wenig bekannt. Tatsächlich sind einige Pestizide selbst Treibhausgase (wie Sulfurylfluorid zur Begasung von Produkten während des Transports und der Lagerung). Das Ausbringen von Pestiziden kann auch durch die Freisetzung von flüchtigen organischen Verbindungen Treibhausgase erzeugen.

>> Bericht von PAN North America in Englisch oder Französisch (2023)

Für die Landwirtschaft ist eine intakte Umwelt Voraussetzung, um auch in Zukunft ausreichend Lebensmittel produzieren und Versorgungssicherheit gewährleisten zu können. Der noch immer viel zu hohe Einsatz von synthetischen Pestiziden gefährdet die Biodiversität und die langfristige Bodenfruchtbarkeit. Es braucht darum einen Systemwechsel hin zu einer pestizidfreien Produktion. In unserem Themendossier erfährst du mehr über die Hintergründe der Pestizidproblematik in der Landwirtschaft und warum sich auch ohne synthetische Pestizide genügend Lebensmittel produzieren lassen.

Unter Pestiziden versteht man sowohl synthetisch hergestellte Chemikalien als auch natürliche Produkte, die biologische Prozesse von Pflanzen oder Böden stimulieren. Auch im Biolandbau werden in gewissen Fällen Pestizide eingesetzt. Sie sind jedoch natürlichen Ursprungs und sie bauen sich rasch ab in der Natur. Eine Ausnahme ist Kupfer, das nicht abgebaut wird, sondern sich im Boden anreichert und deshalb in hohen Dosen ebenfalls problematisch ist.

Schätzungsweise 85 bis 90 Prozent der eingesetzten Pestizidmenge in der Schweiz geht auf die Landwirtschaft zurück. Der Rest wird seitens der öffentlichen Hand sowie im gewerblichen und privaten Gartenbau eingesetzt. Auch hierzu gibt es längst Alternativen, was die nachfolgenden Links aufzeigen. Verbann die Chemikalien und fördere stattdessen Nützlinge: Säe einige Quadratmeter Blumenwiese mit einheimischen Arten, baue ein «Bienenhotel» oder richte einen Ast- oder Steinhaufen ein.

Nützliche Links (nicht vollständig!) zu Gartencentern, Saatgut, Geschäften und E-Shops, um ohne synthetische Pestizide zu gärtnern:
Aloha Gärten, 3752 Wimmis (BE)
Artha Samen, 3110 Münsingen (BE)
Bio-Gärtnerei Birchhof, 8966 Oberwil-Lieli (AG)
Bio-Gärtnerei Neubrunn, 8200 Schaffhausen (SH)
Biogärtnerei Rohrer, 9470 Buchs (SG)
Chutzergarte, 3047 Bremgarten bei Bern (BE)
Die Wildstaudengärtnerei, 6274 Eschenbach (LU)
Eulenhof Staudengärtnerei, 4313 Möhlin (AG)
Future Planter, 8046 Zürich (ZH)
Gartenbauschule Hünibach, 3626 Hünibach (BE)
Gärtnerei Homatt, 6017 Ruswil (LU)
Gärtnerei Sonnhalde, 4145 Gempen (SO)
Glauser’s Bio-Baumschule, 3116 Noflen (BE)
Holderrieds Pflanzenwelt, 3436 Zollbrück
Jud Bio-Jungpflanzen, 8274 Tägerwilen (TG)
Neubauer Biogärtnerei und Naturgarten, 8586 Erlen (TG)
Biogärtnerei Emanuel Zimmermann, 6048 Horw (LU)
Öko Gärtnerei Maurer, 3110 Münsingen (BE)
oMioBio Peter Müller, 5242 Pupfig (AG)
Reller Biolandbau, 9442 Berneck (SG)
Sativa Rheinau, 8462 Rheinau (ZH)
Stiftung Stöckenweid Biologisch Dynamische Gärtnerei, 8706 Meilen (ZH)
Weidli Biohof, 9604 Lütisburg (SG)

1001 herbes, Marché de Rive (GE)
Animaux du Jardin
Association Les Artichauts, 1202 Genève (GE)
Association ResSources, 1329 Bretonnières (VD)
Association Semences de Pays, 1225 Chêne-Bourg (GE)
Bio Naturel Romandie, 1624 Grattavache (FR)
Fruitiers Bio, 1267 Vich (VD)
L’Autre Jardin, 1721 Cormérod (FR)
Le Grainier, 1880 Bex (VD)
Les Jardiniers du Possible, 1687 Estévens (FR)
Lombritonus, 1867 Ollon (VD)
Mille et un Jardins, 1026 Echandens (VD)
Zollinger Bio, 1897 Les Evouettes (VS)
Andermatt Biogarten, 6146 Grossdietwil (LU)

Horterre

Einige europäische Städte gehen voran und setzen im öffentlichen Bereich keine synthetische Pestizide mehr ein. Meistens wissen wir aber gar nicht, wie viele und welche Pestizide in unserer Wohngemeinde versprüht werden. Greenpeace sammelt seit 2016 Daten dazu und stellt einen Beispielbrief zur Verfügung, mit dem du deine eigene Wohngemeinde anfragen kannst.

Abgesehen vom eigenen Hobbygarten haben Konsument:innen wenig Möglichkeiten, den Pestizideinsatz in ihrer Umgebung zu beeinflussen. Der grösste Hebel besteht über den täglichen Einkauf. Wer wann immer möglich Bioprodukte einkauft, stärkt alternative Produktionsmethoden ohne synthetische Pestizide, wodurch immer mehr Höfe auf biologische landwirtschaft umstellen werden. Für einen Systemwandel braucht es aber auch politische Massnahmen, wofür sich die Kleinbauern-Vereinigung ebenfalls einsetzt.

Du kannst Fotos von beliebten Bezugsquellen aufnehmen und mit dem Hashtag #pestizidfreieinkaufen posten.

Fast 80% der Insekten sind in Europa in weniger als 30 Jahren verschwunden! «Die Insekten gehen so stark zurück, weil ihre Lebensräume zerstört, geschädigt oder voneinander isoliert werden. Dafür verantwortlich sind die intensive Landnutzung mit ihrem grossen Einsatz von Pestiziden und Düngern, die fehlenden Strukturen und Habitate wie Hecken, Ufergehölze, vernässte Wiesen, Weiher, Trocken- und Magerstandorte, die Siedlungs- und Infrastrukturentwicklung und die Lichtverschmutzung», erklärte das Forum Biodiversität Schweiz der Akademie der Naturwissenschaften im Jahr 2019.

In weniger als 30 Jahren sind in Europa fast 80% der Insekten ausgestorben! Dies führt zum sogenannten «Windschutzscheiben-Phänomen», den jeder ältere Mensch am eigenen Leib erfahren kann: Seit mehreren Jahrzehnten scheint die Zahl der Insekten, die auf die Windschutzscheiben von Autos prallen, stetig abzunehmen. Der Zusammenbruch der Fluginsektenpopulationen ist ein ernst zu nehmendes Warnsignal.

Die Ursachen für das Bienensterben sind vielfältig und nicht immer nur auf Pflanzenschutzsmittel zurückzuführen. Diese Produkte sind jedoch an dem angekündigten Aussterben vieler Bestäuberarten weltweit beteiligt. Eine echte Bedrohung für die Nahrungsmittelsicherheit!

Feldstudien zeigen die Auswirkungen von Neonicotinoiden auf Bienen. Sie bestätigen ihre Toxizität, die im Labor schon lange beobachtet wurde. Die Exposition gegenüber einem «Pestizid-Cocktail» aus agrochemischen Substanzen erhöht die Bienensterblichkeit deutlich.

Pestizide beeinträchtigen zum Beispiel nachhaltig die reproduktive Gesundheit und das Bevölkerungswachstum von Bienen. Selbst wenn sie ihnen nur einmal in ihrem Leben ausgesetzt sind, haben sie deutlich weniger Nachkommen.

Kontakt

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Schreibe uns ein E-Mail an info(at)kleinbauern.ch!

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