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Mittwoch, 1. Februar 2012 - 16:33 Uhr
Botschaft zur Agrarpolitik 2014-2017: Für Kleinbetriebe wird es schwieriger

Erfreulicherweise verzichtet der Bundesrat nun darauf, den ökologisch wichtigen Kleinbetrieben die Direktzahlungen zu entziehen. Er erschwert den Zugang zu Direktzahlungen aber durch eine Anpassung der Berechnung und die Erhöhung der Anforderungen an die Grundausbildung. Fazit: Für kleine Betriebe wird es zunehmend schwieriger.
Die Kleinbauern-Vereinigung begrüsst, dass der Bundesrat am Systemwechsel bei den Direktzahlungen festhält. Eine Erhöhung der Untergrenze nach Standardarbeitskraft (SAK) als Voraussetzung für Direktzahlungen ist ebenfalls vorerst vom Tisch. Für Kleinbetriebe wird die Situation trotzdem nicht einfacher. Die Eintretens- und Begrenzungskriterien für Direktzahlungen sollen in Zukunft nach unten verschärft und nach oben gelockert werden. Einerseits wird beabsichtigt die Faktoren zur Berechnung der SAK-Grenze anzupassen und andererseits müssen alle Bewirtschafter von Landwirtschaftsbetrieben die gesamte Grundausbildung absolvieren, um Direktzahlungen zu erhalten. Das obwohl es beispielsweise im Berggebiet an Bäuerinnen und Bauern mangelt und eine immer grössere Fläche vergandet. Zudem bringen Quereinsteiger mit einem anderen Bildungshintergrund wertvolle Ideen in die Landwirtschaft ein.
Die Beitragsobergrenzen sollen dagegen in Zukunft gestrichen oder nur noch teilweise gelten. Die Idee dahinter: Grössere Betriebe sollen zulasten von Kleinbetrieben weiter wachsen. Damit will der Bundesrat den Strukturwandel mit der neuen Agrarpolitik weiter vorantreiben.
Anforderungen an Grundausbildung erschwert Nebenerwerbslandwirtschaft
Heute profitieren vor allem Nebenerwerbslandwirte und Kleinbauern von einer verkürzten Zweitausbildung in der Landwirtschaft. Eine solide Ausbildung ist für die Tätigkeit in der Landwirtschaft wichtig. Es gibt aber verschiedene Bildungswege, die Grundausbildung ist nicht die einzige Möglichkeit. Viele sehr engagierte Bäuerinnen und Bauern können dank der heutigen Nebenerwerbsausbildung Landwirtschaft betreiben. Durch die neue Anforderung bei der Aus-bildung, werden Nachfolger auf Kleinbetrieben und Quereinsteiger vermehrt von den Direktzahlungen und damit einer Tätigkeit in der Landwirtschaft ausgeschlossen.
Grossbetriebe belohnen ohne Rücksicht auf Akzeptanz in der Bevölkerung
Mit einer Aufhebung der Abstufung der Direktzahlungen nach Fläche und Tierzahl und der Beschränkung der Obergrenze nach Einkommen und Vermögen auf die Übergangsbeträge, wird eine Ausdehnung der Betriebsfläche in Zukunft noch attraktiver. Einzig die weniger griffige SAK-Obergrenze soll beibehalten werden. Diese Änderung gefährdet die Glaubwürdigkeit der Direktzahlungen und damit die Akzeptanz in der Bevölkerung.
Freitag, 16. Dezember 2011 - 14:19 Uhr
Bundesrat will Benachteiligung der Kleinbetriebe durch die Hintertür

Das Ergebnis der Vernehmlassung zur Agrarpolitik 2014-2017 bestätigt:
Kleine und mittlere Landwirtschaftsbetriebe sind eine Bereicherung. Eine Benachteiligung dieser Betriebe bei den Direktzahlungen stösst auf breite Ablehnung. Als logische Konsequenz verzichtet der Bundesrat nun auf eine Erhöhung der Untergrenze nach Standardarbeitskraft (SAK) für Direktzahlungen im Tal- und Hügelgebiet. Für Kleinbetriebe gibt es jedoch noch keine Entwarnung. An der Anpassung der SAK-Faktoren wird festgehalten. Faktisch soll die Untergrenze damit trotzdem erhöht werden.
Die Kleinbauern-Vereinigung kritisiert diese geplante Faktoranpassung zur Berechnung der Standardarbeitskraft. Es handelt sich dabei um eine Erhöhung der SAK-Untergrenze durch die Hintertür.
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Dienstag, 25. Oktober 2011 - 16:43 Uhr
Mehrheit des neugewählten Nationalrats für gentechfreie Landwirtschaft

Die Mehrheit der neugewählten NationalratInnen, total 138, stehen einer gentechfreien Landwirtschaft und Lebensmitteln positiv gegenüber. Bloss 52 NationalrätInnen stellen sich gegen eine Beschränkung der Agro-Gentechnik.
Erfahren Sie mehr, indem Sie auf den Titel dieses Beitrags klicken.
Dienstag, 25. Oktober 2011 - 16:32 Uhr
Neues Parlament gewählt

Viele Bisherige und Neukandidierende haben sich im Vorfeld der Wahlen zu einer vielfältigen und nachhaltigen Landwirtschaft bekannt. Die Kleinbauern-Vereinigung gratuliert den neu- und wiedergewählten ParlamentarierInnen herzlich und dankt allen Kandidierenden für Ihren Einsatz.
Montag, 10. Oktober 2011 - 15:06 Uhr
National- und Ständerat: Jetzt wählen!

Am 23. Oktober ist es wieder so weit: Wir können unsere National- und Ständeräte wählen. Für die Landwirtschaft sind diese Wahlen von besonderer Bedeutung. Mit der Agrarpolitik 2014-17, der Landschaftsinitiative, der Energiepolitik und dem auslaufenden Gentechnik-Moratorium stehen in der nächsten Legislaturperiode wichtige Entscheide an.
Beachten Sie darum die Wahlempehlung der Kleinbauern-Vereinigung.
