«Biolandbau ist Klimaschutz!»
Martin Ott ist Biobauer und Präsident des europaweit tätigen Forschungsinstitutes für biologischen Landbau in Frick.
...sagt Martin Ott, er ist einer der Bewirtschafter des biologisch dynamisch geführten Gutsbetriebes der Fintan-Stiftung in Rheinau. Auf 140 Hektaren des ehemaligen Klosterbetriebes wird Ackerbau und Milchwirtschaft betrieben. Die Produktion von Bio-Saatgut gehört zu den Spezialitäten des Betriebes. «Biolandbau ist Klimaschutz! Das ist kein billiger Werbespot für den biologischen Landbau, sondern wissenschaftlich belegt.» Das FiBL nennt sechs gewichtige Vorteile des Biolandbaus für den Klimaschutz:
● Langjährige Parallelversuche bewiesen, dass auf
biologischen Parzellen mehr Kohlendioxid (CO2)
in den Humus eingebaut wird, das sonst in die
Atmosphäre entweicht.
● Auf Biobetrieben wird die Anzahl der Tiere der
Fläche angepasst. Dies begrenzt den Gesamtausstoss
von Gärgasen. Die Tierhaltung ist als Düngerlieferant
harmonisch in den Ackerbau integriert
und bildet so einen lokalen stabilen Kreislauf.
● Durch den Verzicht auf chemische Dünger fallen
geringere Stickstoffmengen an, die ausschwemmen
und verdunsten. In jedem Kilo künstlicher
Stickstoff-Dünger ist ein Liter Erdöl «versteckt».
Biobetriebe sind auf Klimawandel besser vorbereitet, da die gesünderen Böden bei starkem Regen weniger erodieren und bei Trockenheit das Wasser besser speichern. Martin Ott tritt als neuer Stiftungsratspräsident des Forschungsinstituts für biologischen Lanbau die Nachfolge von alt Bundesrat Otto Stich an. «Erforsche sinnvolles und sprich darüber! Unsere Forschungsergebnisse müssen bekannter werden.» Martin Ott hat gute Gründe für eine Kommunikationsoffensive. Er übernimmt das Präsidium des FibL in einem Moment, wo der Bund Millionen in Gentech-Projekte steckt und die Geldmittel an die biologische Forschung kürzen will.
Tag der offenen Tür:
Wer das FibL und Martin Ott kennen lernen möchte, hat am Sonntag, 19. August die Gelegenheit.
Von 10 bis 17 Uhr ist Tag der offenen Tür.
Weitere Infos: www.fibl.ch oder Tel. 062 865 72 72